Lichtblick im Dezember Chinas Automarkt sinkt das dritte Jahr in Folge

Im Dezember zeigten die Autoverkäufe in China an Endkunden wieder nach oben. Doch unter dem Strich rutschten sie in 2020 ab - wieder einmal.
Gehemmt durch die Pandemie: In China haben die Hersteller (hier Produktion von SAIC Volkswagen) im vergangenen Jahr erneut weniger Autos an Endkunden abgesetzt

Gehemmt durch die Pandemie: In China haben die Hersteller (hier Produktion von SAIC Volkswagen) im vergangenen Jahr erneut weniger Autos an Endkunden abgesetzt

Foto: Ding Ting/ picture alliance/dpa

Der für die deutschen Autobauer immens wichtige Automarkt in China ist im vergangenen Jahr zum dritten Mal nacheinander geschrumpft. Die Verkäufe von Autos an Endkunden fielen um 6,8 Prozent auf 19,6 Millionen Fahrzeuge, teilte der Branchenverband PCA (China Passenger Car Association) am Montag in Peking mit.

Vor allem im Frühjahr hatte der Ausbruch der Coronavirus-Pandemie das Wirtschaftsleben und damit auch die Autonachfrage im Land nahezu lahmgelegt, danach war die Industrie im Land aber zügig wieder auf die Beine gekommen. Immerhin: Im Dezember gab es im Vorjahresvergleich mit plus 6,5 Prozent auf 2,32 Millionen Autos ein Wachstum der Verkäufe von Pkw, SUVs und kleineren Mehrzweckfahrzeugen.

Der chinesische Markt ist mit Abstand der wichtigste Einzelmarkt von Volkswagen (inklusive der Töchter Audi und Porsche) sowie Daimler und BMW. Bereits 2018 und 2019 war der Markt nach Jahrzehnten des Wachstums geschrumpft. Die chinesische Regierung kurbelte die Verkäufe nach dem Corona-Einbruch mit Förderungen an. Im zweiten Halbjahr 2020 gab es daher oft prozentual zweistellige Zuwachsraten.

Vergangene Woche hatte bereits der Herstellerverband CAAM (China Association of Automobile Manufacturers) mit vorläufigen Zahlen von einem positiven Jahresabschluss berichtet. Der Absatz der Hersteller von Autos und Nutzfahrzeugen an die Händler ist demnach im Gesamtjahr um 1,9 Prozent auf 25,3 Millionen Stück zurückgegangen.

rei/DPA