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Brennender 911 GT3 Porsche tauscht Motoren von Supersportwagen aus

Zwei brennende Sportwagen bescherten Porsche einen Rückruf. Nachdem der Hersteller die Ursache des Feuers herausgefunden hat, tauscht er bei allen ausgelieferten Exemplaren des 911 GT3 den Motor aus. Zudem könnte sich der Start der Topversion GT3 RS verzögern.

Stuttgart - "Wir brauchen keine brennenden Autos!" Ferdinand Piëchs Worte beim Genfer Autosalon waren eigentlich an den US-Elektroautobauer Tesla  gerichtet, der mit einigen Feuern zu kämpfen hatte. Doch nun erwischen sie den Volkswagen-Aufsichtsratschef wie ein Bumerang.

Nach Bränden in zwei Exemplaren des neuen Porsche 911 GT3 tauscht die Tochter von Volkswagen  die Motoren in den bereits ausgelieferten Autos aus. Die Ursache für die Motorbrände sei eine gelöste Verschraubung an einem Motorteil (Pleuel) gewesen, wie Porsche am Mittwoch mitteilte.

Das lose Teil habe das Kurbelgehäuse beschädigt, was in den beiden Fällen dazu geführt habe, dass Öl ausgetreten war und sich entzündet hatte. Der sogenannte Pleuel verbindet den Kolben in einem Motor mit der Kurbelwelle.

Porsche  hatte sicherheitshalber alle 785 ausgelieferten Fahrzeuge zurückgerufen. Weil zwei Fahrzeuge in der Schweiz und in Italien ausgebrannt waren, hatte der Hersteller zuvor schon die Auslieferung des Sportwagens gestoppt.

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In allen Porsche 911 GT3 aus dem Modelljahr 2014 kämen nun Motoren mit einer optimierten Verschraubung zum Einsatz. Das Modell ist seit August 2013 in Deutschland auf dem Markt. Hierzulande kostet der Sportwagen mindestens 137.000 Euro.

Der für den Sommer geplante Start der Topversion GT3 RS, die über mehr PS verfügt und dabei noch leichter ist, könnte sich nun verzögern. "Das kann man im Moment noch nicht absehen", sagte Porsche-Chef Matthias Müller im Gespräch mit "auto motor und sport". "Aber wir wollen erst sicher sein, dass es mit dem anderen Motor kein Problem mehr gibt."

Auch Müller ist inzwischen offenbar von Teslas Erfolg aufgerüttelt. So kündigte er außerdem an, dass Porsche über einen rein elektrischen Sportwagen nachdenkt. Porsche halte sich "die Option offen, bei der nächsten Generation auch eine reine E-Version zu bringen."

Die Reichweite von reinen E-Fahrzeugen müsse aber "mindestens 300, besser 400 Kilometer betragen." Tesla erreicht mit dem Model S bereits bis zu 500 Kilometer. Porsche stattet seine Modelle wie den Cayenne aber auch den Supersportwagen 918 bereits mit Plugin-Hybrid-Motoren aus.

nis/dpa