Sonntag, 17. November 2019

Schon Conti hatte Überschreitung gemeldet Auch Bosch verkaufte Autoteile mit zu hohem Bleigehalt

Bosch-Schriftzug an einem Prototypen für Autonomes Fahren (Archivaufnahme)

Auch der Zulieferer Bosch hat in Elektroteile für Autos Komponenten mit einem zu hohen Bleigehalt eingebaut. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte am Sonntag in Stuttgart einen entsprechenden Bericht der Zeitung "Bild am Sonntag". Bosch sei "vor einigen Wochen" auf den Sachverhalt aufmerksam geworden, sagte er auf Anfrage der dpa. Die Auslieferung potenziell betroffener Produkte sei daraufhin gestoppt worden. Zur Zahl und genauen Art der Produkte machte der Sprecher keine Angaben. Zuvor war bekannt geworden, dass der Zulieferer Continental jahrelang Kleinteile mit Bleimengen verbaut hatte, die über den jeweils gültigen Grenzwerten lagen.

Continental hatte Kondensatoren von einem chinesischen Zulieferer bezogen und in dann in Komponenten für Autos verbaut. Der "Bild am Sonntag" hatte ein Conti-Sprecher erklärt: "Es war unser Fehler. Wir haben die gesetzlichen Anforderungen übersehen. Wir werden nicht juristisch gegen den Zulieferer vorgehen."

luk / dpa

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