Freitag, 19. April 2019

BMW will 2018 stärker wachsen BMW-Gruppe verkaufte 2,46 Millionen Autos im vergangenen Jahr

BMW X2: In den USA ist die Modellreihe X sehr beliebt. Mit ihr will BMW im laufenden Jahr die Kehrtwende schaffen

BMW Börsen-Chart zeigen rechnet für 2018 mit weiterem Wachstum. Der Absatz des Konzerns, zu dem auch die Marken Mini und Rolls-Royce gehören, werde in diesem Jahr weltweit zwischen 5 und 10 Prozent zulegen, sagte Finanzvorstand Nicolas Peter am Montag auf der Automesse in Detroit.

2017 hatte der Oberklasse-Autobauer insgesamt 2,46 Millionen Autos ausgeliefert und damit etwas mehr als Konkurrent Daimler mit den Marken Mercedes und Smart. Daimler kam konzernweit im vergangenen Jahr auf 2,42 ausgelieferte Autos.

Bei der Premium-Kernmarke allerdings hat Mercedes weiter die Nase vorn: Autos mit dem Stern verkauften sich im vergangenen Jahr 2,29 Millionen Mal. Von der Marke BMW schlugen die Münchener 2,09 Millionen los.

Am meisten Autos verkauften die Premium-Anbieter erneut in China, dem größten Automarkt der Welt. BMW-Finanzchef Peter sagte, der Konzernabsatz werde 2018 dort zwischen fünf und zehn Prozent zulegen.

Auf dem US-Markt will BMW in diesem Jahr die Kehrtwende schaffen. "Wir rechnen mit einem leichten Absatzplus in den USA", sagte Finanzchef Nicolas Peter in Detroit. Bei BMW bedeutet das einen Anstieg von bis zu 5 Prozent. Zuletzt hatte der Dax-Konzern im Jahr 2015 ein Plus auf dem US-Markt vorweisen können.

BMW will in den USA die Kehrtwende schaffen

Schwung geben sollen neue Modelle der in den Vereinigten Staaten beliebten X-Modellreihe. Bisher werden die X-Modelle ausschließlich im US-Werk in Spartanburg gebaut, das aber an seine Kapazitätsgrenzen stößt und nicht genug der SUVs herstellen kann. Daher beginnt BMW in diesem Jahr auch in Südafrika und China mit der Fertigung der Baureihe.

Auch weltweit geht BMW davon aus, bis zu 5 Prozent mehr Autos absetzen zu können. Wegen hoher Investitionen für Elektroautos und Fahrassistenzsysteme sollen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung dieses Jahr zwischen 6,5 und 7 Prozent des Umsatzes ausmachen. Mittelfristig peilt BMW hier eigentlich 5 bis 5,5 Prozent an.

Die Pläne von US-Präsident Donald Trump zur Neuverhandlung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta sieht der Manager nicht als direkte Bedrohung fürs Geschäft. Der vollelektrische BMW-Kompaktwagen, mit dem die Bayern den Kampf gegen das auf den Massenmarkt abzielende Model 3 vom US-Elektroautopionier Tesla aufnehmen wollen, wird nicht vor 2021 auf den Markt kommen.

Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version hatte dpa den Vorstand noch mit einem möglichen Absatzplus von "5 bis 10 Prozent" zitiert.

rei/dpa/Reuters

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