Montag, 21. Oktober 2019

Bundesweites Ladenetz geplant BMW und Co. wollen Autobahnen unter Strom setzen

Elektroauto-Ladestationen: In Norwegen mittlerweile normal, in Deutschland noch eher der Ausnahmefall
Petter Haugneland / elbil.no
Elektroauto-Ladestationen: In Norwegen mittlerweile normal, in Deutschland noch eher der Ausnahmefall

2. Teil: Aufladen in 30 Minuten - Auch Vattenfall geht in die Vollen

Doch Volkswagen, BMW und Co geht das offenbar viel zu langsam. Die deutschen Hersteller wollen jetzt schnellstmöglich zumindest auf deutschen Autobahnen ein flächendeckendes Schnell-Ladenetz installieren. Dazu liefen bereits Gespräche mit mit dem führenden Tankstellen-Betreiber Tank+Rast, berichtet die "Bild"-Zeitung.

Das Netz solle bereits bis spätestens 2018 stehen, weil die Autobauer dann mit neuen Elektroauto-Modellen auf den Markt kommen. Mit sogenannten CCS-Steckern, über die auch elektrische Busse und Lkw in Zukunft angeschlossen werden können, soll der Ladevorgang dann nicht viel länger als eine halbe Stunde dauern.

Die deutschen Hersteller hinken damit Tesla Börsen-Chart zeigen hinterher. Der kalifornische Autobauer hat deutsche Autobahnen bereits seit etwa zwei Jahren flächendeckend mit Schnellladesäulen ausgestattet. Diese sind aber nur für die Tesla-Modelle S und X geeignet (künftig auch Model 3). Fahrer tanken dort kostenlos - eine Praxis, die Tesla nun aufweichen und damit Geld verdienen will.

Auch Stromversorger haben mittlerweile die fehlende Ladeinfrastruktur als Chance erkannt. So hat mit Vattenfall einer der größten Stromerzeuger Europas vor wenigen Tagen erst den Start seines Elektroauto-Ladenetzwerks "inCharge" angekündigt.

Der Konzern will damit die rund 2800 bestehenden Ladepunkte, die sich vornehmlich auf Schweden, die Niederlande und Deutschland verteilen, um mehrere tausende Ladestationen in Nordeuropa ergänzen. Auf diesem Weg und dass zusätzlich tausende Stationen teilnehmender Partner verfügbar gemacht werden sollen, könnte eines der größten Ladenetze für Elektrofahrzeuge in Nordeuropa entstehen, hatte Susanna Hurtig, Leiterin von Vattenfall Nordic e-mobility erklärt.

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