Zweites Quartal BMW liefert ein Fünftel weniger Fahrzeuge aus

Als erster der drei großen deutschen Autobauer hat BMW seine Absatzzahlen für das zweite Quartal veröffentlicht. Demzufolge litten die Münchener erheblich unter dem Chipmangel, dem Ukraine-Krieg und den Corona-Lockdowns in China.
Hohe Nachfrage: BMW hat derzeit mehr 34.000 Aufträge für den vollelektrischen i4 in der Tasche

Hohe Nachfrage: BMW hat derzeit mehr 34.000 Aufträge für den vollelektrischen i4 in der Tasche

Foto: Fabian Kirchbauer / AP

Fortgesetzte Engpässe bei den Halbleitern, der Krieg in der Ukraine und die Corona-Lockdowns in China haben im zweiten Quartal die Verkaufszahlen von BMW belastet. Mit 563.536 Fahrzeugen der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce lieferte der Autobauer fast ein Fünftel weniger aus als im starken Vorjahreszeitraum, teilte BMW am Freitag mit.

Nach einem nicht ganz so großen Minus im ersten Jahresviertel ergibt sich damit für das erste Halbjahr ein Verkaufsminus von 13,3 Prozent auf rund 1,16 Millionen Fahrzeuge. Das erste Halbjahr 2021 war mit Blick auf den Absatz allerdings auch das stärkste in der Firmengeschichte.

Der Rückgang bei der Kernmarke betrug in den ersten sechs Monaten im Jahresvergleich 13,7 Prozent auf knapp eine Million Fahrzeuge. Beim Mini liegt das Minus bei knapp 11 Prozent, bei Rolls-Royce gab es im Halbjahr noch ein kleines Plus.

Deutlich gestiegen ist im ersten Halbjahr der Absatz elektrifizierter Fahrzeuge mit einem Plus von gut einem Fünftel auf 184.553 Stück. Darin enthalten sind auch 75.891 vollelektrische Fahrzeuge, deren Verkaufszahl sich mehr als verdoppelte. BMW sei damit auf Kurs, den Absatz vollelektrischer Fahrzeuge bis zum Jahresende wie geplant mehr als zu verdoppeln.

Von den 641.350 E-Autos, die der chinesische Hersteller BYD im ersten Halbjahr weltweit verkaufte, ist BMW damit allerdings noch weit entfernt. BYD hatte mit seinen Absatzzahlen jüngst Elektroautopionier Tesla vom Thron gestoßen, der nur 564.000 Fahrzeuge absetzte.

Den größten Absatzeinbruch gab es auf dem chinesischen Markt mit knapp 19 Prozent. Immerhin stieg hier der Verkauf vollelektrischer Fahrzeuge um 75 Prozent. In den USA (-10,3 Prozent) und in Deutschland (-12,4 Prozent) wurden ebenfalls deutlich weniger Fahrzeuge als in den ersten sechs Monaten 2021 verkauft.

mg/dpa-afx
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