Freitag, 20. September 2019

Deutsche Autobauer mit Verkaufsplus BMW, VW und Daimler steigern Absatz in USA deutlich

BMW i8 auf der Detroit Motor Show. BMW schaffte ein Plus von 7,2 Prozent, Daimler ein Plus von 21,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr

Die deutschen Autobauer BMW Börsen-Chart zeigen, Volkswagen Börsen-Chart zeigen und Daimler Börsen-Chart zeigen haben im abgelaufenen Monat wieder deutlich mehr Autos in den USA verkauft. Der anhaltende SUV-Boom und die rabattträchtige Verkaufsschlacht rund um das "Labor Day"-Feiertagswochenende spielten der Branche in die Karten. Auch andere Hersteller konnten im vergangenen Monat kräftig zulegen.

Die starke Nachfrage nach Stadtgeländewagen hält Volkswagen in den USA weiter in der Erfolgsspur: Im August kletterte der Absatz im Jahresvergleich um 9,8 Prozent auf 35 412 Autos mit VW-Logo, wie das Unternehmenmitteilte. Auch im bisherigen Jahresverlauf ergibt sich ein deutliches Verkaufsplus von 6,6 Prozent.

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Sollte der Aufwärtstrend anhalten, dürfte VW 2019 erstmals wieder mehr Fahrzeuge bei der US-Kundschaft loswerden als 2014. Das war das letzte volle Jahr, bevor der Abgasskandal den US-Absatz des deutschen Autoriesen hatte einbrechen lassen. Boden gut machte VW zuletzt besonders dank der gefragten SUV Atlas und Tiguan. Die Konzerntochter Audi erhöhte den US-Absatz im August um 3 Prozent auf 21 531 Autos. Bei Porsche stiegen die Verkäufe um 13,5 Prozent auf 4636 Autos.

Daimler steigert Absatz um knapp 22 Prozent gegenüber Vorjahr

Für Daimler lief es im vergangenen Monat sogar noch besser in den USA. Die Mercedes-Benz-Verkäufe stiegen im Jahresvergleich um 21,8 Prozent auf 24 771 Fahrzeuge, wie das Unternehmen am US-Sitz in Atlanta mitteilte. Inklusive der Marken Vans und Smart ergab sich ein Absatzanstieg von 24,9 Prozent. Dennoch liegt die bisherige Jahresbilanz des Konzerns noch mit knapp einem Prozent im Minus.

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BMW profitiert von SUV-Nachfrage: 7,2 Prozent Absatzplus

Florierende SUV-Verkäufe bescherten im August auch Daimlers deutschem Oberklasse-Rivalen BMW ein deutliches Absatzplus auf dem US-Markt. Im vergangenen Monat legte die Stammmarke verglichen mit dem Vorjahreswert um 7,2 Prozent auf 25 505 Neuwagen zu, wie das Unternehmen in Woodcliff Lake mitteilte. Seit Jahresbeginn hat BMW die Verkäufe in den USA bislang um 2,9 Prozent erhöht.

Insgesamt scheint der US-Automarkt nach einem schwachen ersten Halbjahr zuletzt wieder etwas an Fahrt gewonnen zu haben. So konnten die asiatischen Schwergewichte Honda , Nissan , Hyundai und Toyota im August allesamt zweistellige Absatzzuwächse verbuchen.

Allerdings hatte der Monat auch einen Verkaufstag mehr als im Vorjahr. Zudem fiel diesmal das verlängerte "Labor Day"-Wochenende in die Statistik, an dem die Branche traditionell mit Sonderangeboten lockt.

la/dpa/reuters

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