Dienstag, 25. Juni 2019

Illegale Absprachen mit VW und Daimler BMW stellt wegen EU-Kartellverfahren eine Milliarde Euro zurück

BMW Zentrale in München
Lino Mirgeler/DPA
BMW Zentrale in München

Der bayerische Autobauer BMW Börsen-Chart zeigen stellt wegen eines EU-Kartellverfahrens über eine Milliarde Euro zurück. Dies werde das Ergebnis des ersten Quartals entsprechend belasten, teilte der Autobauer am Freitagabend mit. Da die Prüfung der Beschwerdepunkte der EU-Kommission und die Akteneinsicht einige Zeit in Anspruch nehmen werde, ließen sich die finanziellen Auswirkungen derzeit nicht abschließend beurteilen. Die Aktie von BMW Börsen-Chart zeigen gab am Freitag im späten Handel deutlich nach.

Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit werde die EU-Kommission einen Bußgeldbescheid in signifikanter Höhe erlassen. Daher müsse der Konzern nach den internationalen Bilanzstandards die Rückstellung bilden.

Die Ebit-Marge für das Segment Automobile für das laufende Jahr senkte BMW. Sie werde voraussichtlich ein bis 1,5 Prozentpunkte unter dem bisherigen Korridor von sechs bis acht Prozent liegen.

Die EU-Kommission vermutet illegale Absprachen in der deutschen Autoindustrie bei der Abgasreinigungstechnik. BMW, Daimler und Volkswagen sollen den Angaben zufolge von 2006 bis 2014 gegen EU-Kartellvorschriften verstoßen haben, indem sie sich bei der Entwicklung von Technologien zur Reinigung der Emissionen von Diesel- und Benzin-Pkw absprachen. "Die BMW Group wird sich gegen die Vorwürfe der EU-Kommission - wenn erforderlich - mit allen rechtlichen Mitteln zur Wehr setzen", teilte der Münchener Konzern weiter mit.

la/reuters

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