BMW legt 7er-Modell neu auf Flaggschiff, voll elektrisch

Hoffnungsträger für die Märkte in China und USA: Erstmals bietet der Münchener Autobauer BMW seine Luxuslimousine auch mit batteriebetriebenem Elektromotor an.
Unter Strom: Der neue BMW i7 kommt ab November auf den Markt

Unter Strom: Der neue BMW i7 kommt ab November auf den Markt

Foto: Daniel Kraus / BMW

BMW bringt im November seine neue Luxuslimousine auf den Markt – erstmals auch in einer vollelektrischen Variante als i7. "In China wird der vollelektrische i7 eine sehr wichtige Rolle spielen", sagte Vertriebsvorstand Pieter Nota (57) bei der Premiere der Fahrzeuge in München. Auch an der West- und Ostküste der USA und in Teilen Europas erwarte er einen hohen Anteil der E-Variante an den Verkäufen. Das Topmodell hat bis zu 625 Kilometer Reichweite.

Der neue BMW 7er: Außen wuchtig ...

Der neue BMW 7er: Außen wuchtig ...

Foto: Daniel Kraus / BMW

"Die Renditeerwartungen für den 7er sind sehr gut", sagte Nota. Es dürfte damit helfen, die im Branchenvergleich eher dürftigen Margen des Konzerns nach oben zu treiben. Im vergangenen Jahr erreichte BMW eine operative Gewinnmarge von zehn Prozent – deutlich weniger als Erzrivale Mercedes-Benz. In diesem Jahr strebt Konzernchef Oliver Zipse (58) sieben bis neun Prozent an – Mercedes-Chef Ola Källenius (52) verspricht bis zu 13 Prozent.

Gebaut werden die neuen 7er BMW ausschließlich im niederbayerischen Werk Dingolfing. Zum erwarteten Absatzanteil der Antriebsvarianten – Benziner, Diesel, Plug-in-Hybrid und batterieelektrisch – wollte Nota keine Prognose geben.

Bei den Verkaufszahlen wolle BMW "einen weiteren Sprung machen", sagte Nota. Zielgrößen nannte er nicht, "aber wir sind da sehr ambitioniert". Hauptmärkte seien China, die USA, Deutschland, Großbritannien und Korea. Vom bisherigen 7er hat BMW seit dem Start 2015 weltweit rund 330.000 Stück verkauft. Bei Oberklasse-Limousinen ist die S-Klasse von Mercedes-Benz bisher klarer Marktführer.

Der 7er und der i7 seien "die Speerspitze unseres Portfolios", sagte Nota. Hochautomatisiertes Fahren nach Level 3, bei dem der Fahrer die Verantwortung an das Fahrzeug übergibt, will BMW allerdings erst nach weiteren Sicherheitstests in etwa anderthalb Jahren freischalten. Konkurrent Mercedes-Benz hat dieses Feature in der S-Klasse, dem direkten Konkurrenzmodell, schon verbaut.

... und innen komfortabel

... und innen komfortabel

Foto: Daniel Kraus / BMW

Trotz Engpässen bei Halbleitern und Kabelsträngen sei der Hochlauf der Produktion sichergestellt. Bei Halbleitern "werden wir den Rest des Jahres 2022 Engpässe sehen", sagte der BMW-Vorstand. Die Lieferzeiten für die Elektro-Modelle iX und i4 lägen bei einem halben Jahr. Bei langen Wartezeiten biete BMW Autokäufern nach Möglichkeit eine Verkürzung bei geänderter Ausstattung an. Damit habe BMW 2021 über eine halbe Million Verträge angepasst.

cr/dpa-afx
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