Nach jahrelanger Zusammenarbeit BMW kauft Tuningschmiede Alpina

BMW kauft der Allgäuer Luxus-Tuning-Firma Alpina die Markenrechte ab. 300 Alpina-Mitarbeiter bangen um ihre Arbeitsplätze.
Markenrechte: BMW-Konzern kauft Allgäuer Luxus-Tuning-Firma Alpina

Markenrechte: BMW-Konzern kauft Allgäuer Luxus-Tuning-Firma Alpina

Foto: DPA

Der BMW-Konzern kauft der Allgäuer Luxus-Tuning-Firma Alpina die Markenrechte ab. "Durch den Erwerb der Markenrechte werden wir den langfristigen Fortbestand dieser traditionsreichen Marke zukunftsorientiert gestalten", sagte Vertriebsvorstand Pieter Nota am Donnerstag in München. Über finanzielle Modalitäten sei Stillschweigen vereinbart. Firmenanteile würden nicht erworben. Der Vollzug der Transaktion steht noch unter verschiedenen aufschiebenden Bedingungen, insbesondere unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden.

Alpina war seit den 1960er Jahren im BMW-Tuning und Motorsport aktiv und baut seit 1978 hochmotorisierte, luxuriöse Alpina-Autos auf der Basis von BMW-Autos. Das Familienunternehmen in Buchloe beschäftigt rund 300 Mitarbeiter und hat im vergangenen Jahr etwa 2000 Autos gefertigt. Aber durch die Transformation zur Elektromobilität und die zunehmenden gesetzlichen Vorgaben nehmen die Risiken für Kleinserien-Hersteller zu.

Alpina-Mitarbeiter gefährdet

Die Zusammenarbeit wird zwar fortgeführt – aber in veränderter Form. Künftig führt BMW die Marke Alpina und veredelt die Fahrzeuge selbst. Bei dem von Andreas Bovensiepen geführten Familienunternehmen bleibt das Wartungs- und Ersatzteilgeschäft für die aktuellen und historische BMW-Alpina-Autos. Der Verkauf der Markenrechte an BMW und die damit verbundene Einstellung des Alpina-Fahrzeugprogramms hat Auswirkungen auf die Arbeitsplätze am Standort Buchloe. Zumindest will BMW aber bis Ende 2025 einigen Alpina-Mitarbeitern einen neuen Arbeitsplatz bei BMW anbieten oder helfen, bei Partnerfirmen neue Arbeitsverhältnisse zu vermitteln.

Der Service, das Ersatzteil- und Zubehörgeschäft soll langfristig am Standort Buchloe gewährleistet werden. Darüber hinaus will BMW das Dienstleistungsgeschäft in Buchloe weiter ausbauen.

sio/dpa