BMW iNext bekommt Plattform für alle Antriebe BMW beschließt Massenproduktion von E-Autos

Auf die nächsten 100: BMW-Studie Next 100 zum runden Geburtstag der Marke 2016

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Foto: BMW

Der Autokonzern BMW  plant eine komplett neue Generation von Elektroautos. Auf der Architektur des für 2021 geplanten Modells iNext sollten auch Autos mit Verbrennungsmotoren und Brennstoffzellantrieben gebaut werden können, berichtet das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin: 21. Oktober).

Vorstandschef Harald Krüger will mit der neuen Plattform die Kosten für Elektroautos spürbar senken. Der Aufsichtsrat des Automobilherstellers hat iNext laut manager-magazin-Informationen Ende September einstimmig verabschiedet. Der iNext ist ein zentraler Pfeiler von Krügers neuer Konzernstrategie Number One Next. Die neue Architektur für sämtliche Antriebsformen müsse spätestens fertig sein, wenn die Nachfrage nach Elektroautos deutlich steige, heißt es in München. Vermutlich werde es etwa 2023 so weit sein.

Autohersteller wie BMW erwarten, dass sie den Anteil von Elektroautos bis 2025 auf etwa ein Viertel steigern müssen. Ansonsten, das ergaben interne Berechnungen, können sie die verschärften Umweltregeln der Europäischen Union nicht einhalten. Teilweise liegen die kalkulierten Elektroanteile sogar noch höher. Bislang verdienen die Hersteller mit Elektroautos allerdings kein Geld.

Harald Krüger führt den bayerischen Autohersteller seit Mai 2015. In seiner Anfangszeit als Vorstandschef war ihm intern vorgeworfen worden, er suche zu lange nach einer gemeinsamen Linie und verschleppe so zu viele Entscheidungen. Inzwischen habe er sich umgestellt, sagte Krüger dem manager magazin. Eine neue Strategie zum Beispiel müsse intensiv und auch kontrovers diskutiert werden. "Das schafft ein gemeinsames Fundament." Aber irgendwann sei der Punkt der Entscheidung erreicht. "Dann behalte ich mir das letzte Wort vor."

Krüger zog auch aus einem Zusammenbruch bei der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt im September 2015 Konsequenzen. Zum Beispiel gönne er sich mehr Freiraum. "Zeit ist wertvoll", sagte Krüger dem manager magazin. "Ich genehmige mir inzwischen regelmäßig Auszeiten, um zentrale Themen tiefer zu durchdringen."

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