Dienstag, 28. Januar 2020

Sponsoring bei BMW - Fußball spielt keine Rolle Für welche Sportarten BMW Geld ausgibt

Kernsportarten für BMW: Golf, Segeln, Motorsport
BMW, Oracle Team US
Kernsportarten für BMW: Golf, Segeln, Motorsport

4. Teil: eSport: "Relevantes Feld"

Mit Motorsport, Golf und Segeln sowie den unterschiedlichen Engagements der Ländergesellschaften sieht sich BMW zum aktuellen Zeitpunkt gut aufgestellt. Das heißt aber nicht, dass sich das Unternehmen nicht immer wieder auch mit neuen Themen beschäftigen würde.

Zwei konkrete Sportfelder wurden zuletzt geprüft. Das eine ist die Formel E, wo BMW seit Beginn unter anderem bei den Rennen das Safety Car und das Medical Car stellt und seit der Saison 2016/17 mit dem US-amerikanischen Team MS Amlin Andretti kooperiert. Ab der Saison 2018/19 wird BMW dann auch als offizieller Hersteller der Formel E agieren.

Mattig sagt: "Die Formel E ist signifikant anders, weil sie zu den Kunden in die großen Metropolen kommt - und nicht die Fans zum Sportevent." Außerdem spiele bei der Plattform Formel E das Thema Innovation und Interaktion eine große Rolle. "Zur Formel E kommt eine junge Klientel, die sehr offen für neue Technologien und Innovationen ist." All das will BMW bei der Formel E vor Ort präsentieren, erklären und für sich nutzen. Zudem bestehe dort die Möglichkeit, durch digitale Aktivierierungsthemen die Fans einzubinden und mit ihnen zu interagieren.

Zum Beispiel beim sogenannten "Fan Boost", bei dem Zuschauer abstimmen können, welcher Fahrer eine temporäre zusätzliche Motorleistung und damit einen Vorteil im Rennen bekommen soll.

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Ein zweites neues Feld, mit dem sich BMW zuletzt immer wieder beschäftigt hat, ist der eSport. "Wir sehen den eSport als relevantes Feld an und schauen uns das genau an", sagt Mattig. Eine Entscheidung für oder gegen die Plattform sei aber noch nicht gefallen. Bislang mache sich BMW noch Gedanken, welche Rolle man dort einnehmen könnte.

Das Thema eSport steht bei BMW also noch ganz am Anfang. Gut möglich, dass diese Gedankenspiele nach der Prüfung sehr schnell wieder verworfen werden. Bis eine Entscheidung getroffen ist, wird es mit Sicherheit noch ein paar Monate dauern.

Das ist bei einem Konzern wie BMW allerdings nicht ungewöhnlich. Sicher ist jedoch, dass die BMW Group damit ein völlig neues Feld besetzen würde - neben Motorsport, Golf und Segeln.

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