Mittwoch, 18. September 2019

BMW-Chef Harald Krüger bricht auf IAA zusammen Schocksekunde in Halle 11

BMW-Chef Harald Krueger: Kreislauf-Kollaps vor der Weltpresse

2. Teil: Am BMW-Stand: "Es ist schade, aber kein großes Problem. Die Premierenfahrzeuge sind da"

Auf dem BMW-Stand auf der IAA ist es um die Mittagszeit erstaunlich ruhig. Ein paar Autos fahren über die mehrere hundert Meter lange Bahn, die die Bayern im ersten Stock der Halle 11 aufgebaut haben. Bei der BMW-Tochter Rolls Royce bewundern ein paar Journalisten das schmucke Cabrio Dawn.

Über Produkte wollen BMWs Pressesprecher am liebsten reden, weniger angenehm ist ihnen das Thema des Tages: Der Kreislaufkollaps von BMW-CEO Harald Krüger bei der Pressekonferenz heute früh.

"Dazu haben wir bereits alles gesagt", meint ein Pressesprecher etwas unwirsch. Ein anderer erklärt sich dann doch noch bereit, etwas genauer Auskunft zu geben. Krüger befindet sich nun in ärztlicher Behandlung und wird nach Hause fahren, auf der Messe wird er nicht mehr auftreten. Und eine weitere Pressekonferenz über Neuheiten wird es nicht geben - aus Termingründen, denn auf der größten Automesse Europas gibt es einen strengen Zeitplan.

"Wir alle wünschen ihm das Beste"

"Bei uns herrscht Betroffenheit, wir alle wünschen ihm das Beste", sagt der Sprecher. Im Übrigen könne eine solche Kreislaufschwäche jedem einmal passieren. Dass nun einer von Krügers Vorstandskollegen seine Agenda übernimmt, sei für das erste nicht vorgesehen. Noch sei nicht klar, wie lange sich Krüger erholen müsse. Seine Gesundheit habe aber jetzt erst mal Vorrang. Dass Krügers erster Auftritt vor großem Publikum so lief, "ist sicherlich schade, aber kein großes Problem" heißt es bei BMW. "Die Premierenfahrzeuge sind da."

Ein Vorstandsmitglied eines großen Automobilherstellers meint, dass ein solcher Vorfall "ziemlich ungewöhnlich" ist. "Wir hoffen, dass es ihm gut geht", meint er noch.

Bei Rettungsassistent Geisel und seinen Kollegen geht der Messealltag derweil weiter. "Einen Notarzt in Halle drei", blökt es aus dem Funkgerät. Dieses Mal ist also in der Nähe von Volkswagen Not am Mann. Doch darum kümmern sich dieses Mal die Kollegen.

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