Freitag, 20. September 2019

Autohandel BMW bietet Z4 über Schnäppchenseite an

Autogramm BMW Z4: Frisch geschminkt in den Frühling
BMW

Revolution auf dem Automarkt: BMW verkauft seinen Roadster Z4 über die Internet-Flash-Sale-Seite Vente Privée. Der Vertriebsweg ist unter Händlern höchst umstritten. Bislang ist die Aktion auf Frankreich begrenzt.

Hamburg - Es ist eine Revolution im Automobilmarkt: BMW verkauft seine Autos über das Internet und bietet ab kommenden Dienstag seinen Roadster Z4 über die Schnäppchenseite Vente Privée an. Wie viel Interessenten für einen der Wagen hinblättern müssen, soll zwar erst am Dienstag verkündet werden. Doch "sie können davon ausgehen, dass es ein attraktives Angebot ist", sagte eine Sprecherin von BMW Frankreich manager magazin online. Vente Privée wirbt auf seiner Webseite mit Vergünstigungen von bis zu 70 Prozent für einzelne Produkte.

Bei den Wagen handelt es sich nicht um Restposten. "Die Zahl der von uns angebotenen Z4 ist nicht beschränkt und es handelt sich auch nicht um einen Abverkauf", erklärte die Sprecherin weiter. Allerdings gibt es die BMW Z4 sDrive 18i nur in den Farben schwarz, weiß und rot - und die Ausstattung ist ebenfalls nicht verhandelbar.

Wer an einem der Z4 interessiert ist, kann einen Wagen bestellen und muss 1000 Euro anzahlen, um sich ein Auto zu reservieren. "Ausgeliefert wird er dann vom BMW-Händler der Wahl", heißt es bei BMW.

BMW: Stationäre Händler in Frankreich würden davon profitieren

Mit der Schnäppchen-Offensive im Internet dringt BMW in neues Terrain vor. Schließlich ist der Verkauf von Neuwagen übers Internet - besonders durch die Konzerne selbst - bei den Händlern höchst umstritten. Sie befürchten massive Umsatzverluste, sollten sich die Kunden ihre Wagen künftig selbst beim Hersteller im Internet konfigurieren und bestellen können, während die Händler selbst nur noch für kostenfreie Beratung und Probefahrten in Anspruch genommen würden.

Mit dem Einbezug der Händler versucht BMW, diese für den neuen Vertriebsweg zu gewinnen. "Natürlich haben wir im Vorfeld mit unseren Vertriebspartnern gesprochen", heißt es dazu bei BMW. Man habe versucht, "Überzeugungsarbeit" zu leisten, dass die Aktion auch für sie neue Kundschaft bedeute, die sonst vielleicht nicht auf die Idee käme, einen BMW-Händler zu besuchen. "So machen sie zusätzlichen Umsatz", sagt die Sprecherin. Rabatte gebe es schließlich auch beim Händler. Und beim Shopping-Club Vente Privée, der neben Kleidung, Schmuck und Accessoires hochwertiger Labels sogar Yachten verkaufe, fühle man sich mit dem angebotenen Roadster gut aufgehoben.

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