Mittwoch, 27. Mai 2020

Minus 20 Prozent im ersten Quartal BMW-Verkäufe brechen ein, Produktion steht länger als geplant still

80 Prozent der BMW-Händler in Europa haben dicht

BMW hat von Januar bis Ende März 20,6 Prozent weniger Autos verkauft als im ersten Quartal des vergangenen Jahres. Die Corona-Pandemie habe im Februar den Absatz in China einbrechen lassen, im März seien die Folgen in Europa und den USA deutlich spürbar, teilte der Konzern am Montag mit. "In Europa sind derzeit aufgrund des Coronavirus rund 80 Prozent aller Händlerbetriebe geschlossen, in den USA sind es circa 70 Prozent."

Aufgrund der geringen Nachfolge infolge der Schließung vieler Händlerbetriebe verlängert der Autokonzern die Stillstandsphase seiner Autoproduktion in Europa und den USA fast zwei Wochen länger als bisher geplant. Die Fertigung in den Fahrzeugwerken außerhalb Chinas ruhe nun vorerst bis zum 30. April, sagte ein Konzernsprecher am Montag. Bisher hatte BMW auf ein Ende der Produktionsstopps am 19. April gehofft. Die BMW-Komponentenfertigung etwa im niederbayerischen Landshut läuft hingegen weiter. Das Werk versorgt unter anderem die Autoproduktion in China, die bereits am 17. Februar wieder hochgefahren wurde.

"In China sehen wir mit einem starken Auftragseingang die ersten Anzeichen einer Erholung", sagte Finanz- und Vertriebsvorstand Pieter Nota. Wichtig sei jetzt vor allem, die Gesundheit der Mitarbeiter, die Liquidität und den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern.

Im ersten Quartal verkaufte der Konzern nur noch 477.111 Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce. In China brachen die Verkaufszahlen um 31 Prozent ein, in Europa um 18 Prozent und in den USA um 17 Prozent.

dpa

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