Hohe Nachfrage BMW, Audi, Mercedes steigern China-Absatz

China bleibt für die Premiumhersteller BMW, Mercedes und Audi auch in diesem Jahr der Wachstumsgarant. Den größten Absatzsprung legte Daimlers Marke mit dem Stern hin. Die Schwaben haben aber auch den größten Nachholbedarf.
Der Stern lockt: Mercedes kommt in China sehr gut an. Daimler feiert auch weltweit seinen besten Verkaufsmonat

Der Stern lockt: Mercedes kommt in China sehr gut an. Daimler feiert auch weltweit seinen besten Verkaufsmonat

Foto: Getty Images

Stuttgart - BMW, Daimler und die Volkswagen-Tochter Audi haben in den ersten drei Monaten auf dem chinesischen Automarkt erneut zweistellige Zuwächse verbucht, teilten die Unternehmen am Freitag mit. Mit 47,6 Prozent präsentierte Daimlers Pkw-Sparte die mit Abstand höchste Wachstumsrate - allerdings haben die Stuttgarter auch einiges aufzuholen. Die Rivalen aus Bayern liegen in absoluten Zahlen weit voraus.

So kam Audi im ersten Quartal mit einem Plus von gut 21 Prozent auf rund 124.500 Autos, BMW legte nach vorläufigen Zahlen um ein Viertel auf fast 108.000 Neuwagen zu. Deutlich dahinter folgt Daimler mit gut 67.000 Autos.

Vergangene Woche hatten die Schwaben angekündigt, ihre Fabrik in Peking bis 2015 auf eine Kapazität von 200.000 Wagen pro Jahr auszubauen. BMW fertigte schon 2013 rund 215.000 Autos vor Ort, Audi stockte seine Kapazität jüngst sogar auf bis zu 600.000 Wagen auf.

Daimler feiert besten Monat - Aktie auf Sechs-Jahres-Hoch

Während die bayerischen Hersteller nur Zahlen für den weltgrößten Automarkt veröffentlichten, verzeichnete Daimler im März auch weltweit gesehen den besten Verkaufsmonat der Unternehmensgeschichte. Die Kernmarke Mercedes-Benz legte um gut 13 Prozent auf rund 158.500 Autos zu.

Weil die Nachfrage nach Smart-Kleinwagen kurz vor dem Modellwechsel in der zweiten Jahreshälfte aber erneut zurückging, belief sich das Wachstum konzernweit nur auf knapp 12 Prozent auf gut 168.000 Autos.

An der Börse kam der Rekordmonat sehr gut an: Daimler-Papiere legten am späten Vormittag um 1,3 Prozent zu und lagen mit gut 70,50 Euro so hoch wie seit Ende 2007 nicht mehr.

Kräftige Zuwächse verbuchte in den ersten drei Monaten die neue S-Klasse, die sich doppelt so oft verkaufte wie ein Jahr zuvor. Auch die überarbeitete E-Klasse sowie die Kompakt-Modelle wie CLA oder A-Klasse legten um gut ein Drittel beziehungsweise rund ein Viertel zu. Weiteren Schub erhoffen sich die Schwaben von der neuen C-Klasse und der Kompakt-Geländelimousine SUV GLA, die seit März bei den Händlern stehen.

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rei/dpa
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