Montag, 21. Oktober 2019

Massenrückruf in den USA Kamera-Probleme - BMW ruft 260.000 Autos zurück

Wie eine Spionage-Werkzeug wirkt die Rückkamera eines älteren BMW-Modells (hier BMW 6 Series Coupe aus dem Jahr 2011). Tatsächlich sind Rückkameras bei BMW-Modellen heute anders verbaut. Doch Probleme gibt es trotzdem.

Der Autobauer BMW ruft wegen Problemen mit der Rückkamera fast 260.000 Autos in den USA zurück. Die Kamera und das Display könnten so eingestellt werden, dass die Sicht nach hinten beim Rückwärtsfahren verdeckt sei, teilte die US-Verkehrsaufsicht NHTSA am Mittwoch auf ihrer Webseite mit.

Das verstoße gegen die Vorschriften für Rückspiegel und erhöhe das Risiko für Unfälle. BMW will die Software in betroffenen Autos demnach aktualisieren. Der Rückruf solle voraussichtlich Mitte November starten.

Autohersteller müssen Fahrzeuge wegen kleinerer oder möglicherweise größerer Probleme, die von einzelnen Teilen ausgehen können, immer wieder zurückrufen - auch BMW. So hatten die Münchener allein im vergangenen Jahr wegen Schwierigkeiten mit einem Kühlsystem für die Abgasrückführungsanlage weltweit mehr als eine Million Fahrzeuge in die Werkstätten zurückgerufen.

In diesem Jahr rief BMW ebenfalls als Vorsichtsmaßnahme rund eine halbe Million ältere Modelle zurück, weil es in bestimmten Ländern unter bestimmten klimatischen Einflüssen zu Korrosion an einer Verschraubung der Batterieplusleitung kommen könnte.

rei mit dpa-afx

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