Sonntag, 21. April 2019

Automarkt Billiger Sprit und Minizinsen lassen US-Autoabsatz boomen

Dodge Ram 3500: Her mit den dicken Autos - Sprit kostet inzwischen unter 2 Dollar pro Gallone

Billiger Sprit und niedrige Zinsen treiben die Amerikaner in die Autohäuser. Vor allem Spritschlucker wie Pickup-Trucks und Geländewagen sind gefragt. Neben Chrysler und GM profitieren auch Daimler und BMW vom Dick-und-Durstig-Trend.

New York - Amerikaner tanken so billig wie seit Jahren nicht mehr: Der Spritpreis pro Gallone ist vielerorts unter dem 2-Dollar-Marke pro Gallone (3,8 Liter) gefallen. Der Preisverfall bei Öl und Sprit treibt die US-Kunden in die Autohäuser - zumal sie neue Autos zu extrem niedrigen Zinsen finanzieren können.

Am besten liefen die Geschäfte zuletzt bei Fiat Chrysler und bei General Motors Börsen-Chart zeigen , wie die jetzt veröffentlichten Verkaufszahlen zeigen. . Doch auch die deutschen Anbieter Daimler Börsen-Chart zeigen , BMW Börsen-Chart zeigen , Porsche Börsen-Chart zeigen und Audi Börsen-Chart zeigen blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück.

Daimler hat 2014 so viele Autos wie noch nie in den USA verkauft. Von ihrer Hausmarke Mercedes-Benz setzten die Schwaben vergangenes Jahr fast sechs Prozent mehr ab als 2013.

Der Rivale BMW brachte indes gut fünf Prozent mehr Autos seiner Kernmarke auf die Straße. Während die Münchner sich im Dezember um elf Prozent steigerten, legte Mercedes-Benz zuletzt nur um drei Prozent zu.

Nach einem verkorksten Gesamtjahr kommt auch Volkswagen Börsen-Chart zeigen langsam wieder in die Spur. In den vergangenen beiden Monaten haben die Wolfsburger den Absatzschwund gestoppt. Auf Jahressicht steht allerdings ein Minus von glatt zehn Prozent. Damit verlor VW gegenüber den großen Konkurrenten an Boden.

Wettbewerber Toyota Börsen-Chart zeigen steigerte seine Verkäufe in den USA im Dezember um 13 Prozent und im Gesamtjahr um sechs Prozent.

Audi und Porsche enteilen Volkswagen in den USA

Deutlich besser als für VW lief es für die Konzerntöchter Audi und Porsche: Die hohe Nachfrage nach neuen Modellen hat Audi zu einem weiteren Rekordjahr verholfen. Weil der Kompakt-SUV Q3 und vor allem die A3-Limousine viele neue Käufer anlockten, stiegen die Verkaufszahlen im abgelaufenen Jahr um 15 Prozent.

Auch Porsche meldete dank des neuen SUV-Modells Macan einen neuen Verkaufsrekord. 2014 setzte das Unternehmen elf Prozent mehr ab als ein Jahr zuvor.

Chrysler mit Absatzplus von 20 Prozent - Ram-Pickups gefragt

Das stärkste Wachstum im US-Automarkt verbucht jedoch weiter Chrysler. Das erst kürzlich mit Fiat zum Branchenriesen FCA verschmolzene Unternehmen schaffte im Dezember wie bereits im Vormonat ein Absatzplus von 20 Prozent. Im Gesamtjahr lag der Zuwachs bei 16 Prozent. Die ungebrochen hohe Nachfrage nach Ram-Pickups und Jeeps lässt das Geschäft boomen.

GM steigerte die Verkäufe im letzten Monat ebenfalls kräftig um 19 und im gesamten Jahr um fünf Prozent, während der dritte große US-Autobauer Ford schwächelte.

Knapp 17 Millionen Fahrzeuge verkauft - fünfte Steigerung in Folge

Dem Analysehaus Autodata zufolge lag der branchenweite US-Autoabsatz 2014 bei 16,9 Millionen Fahrzeugen. Die Verkäufe in der weltgrößten Volkswirtschaft zogen damit das fünfte Jahr infolge an, nachdem sie während der schweren Rezession 2009 auf ein 27-Jahrestief von rund zehn Millionen gefallen waren.

Als wichtiger Grund für den Aufschwung gelten die niedrigen Benzinpreise. Zudem sorgt die Nullzinspolitik der US-Notenbank für günstige Finanzierungsbedingungen. Dass in den USA nie mehr Wagen wegen technischer Probleme in die Werkstätten mussten als 2014 - alleine bei GM etliche Millionen wegen defekter Zündschlösser - konnte die Kauflust nicht bremsen.

la/dpa/reuters

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