Dienstag, 22. Oktober 2019

Volkswagen investiert in Feststoffbatterie-Spezialisten VW steigt ins Rennen um Superakku der Zukunft ein

Batterieeinbau in einem Hybrid-Golf: Volkswagen investiert in den möglichen Nachfolger von Lithium-Ionen-Akkus

2. Teil: Alle steuern auf das magische Jahr 2025 zu

Bei Volkswagens Kooperation mit QuantumScape geht es zunächst um kleine Schritte Richtung Feststoff-Batterie. QuantumScape besteht aus einer Gruppe von Wissenschaftlern, die seit Jahren an diesem Akku-Typ arbeiten. Volkswagen sichert sich mit dem Deal das erste Zugriffsrecht auf Entwicklungen und will diese dann in der neuen Fertigungsanlage bauen, die bis 2025 stehen soll.

Dort sollen die Batterien nicht nur zusammengesteckt, sondern es sollen auch Batteriezellen gefertigt werden - laut Sedran zu Beginn für etwa 10 000 Fahrzeuge im Jahr. Das deckt nur einen winzigen Teil der VW-Produktion ab: Bis 2025 soll ein Viertel der zuletzt mehr als zehn Millionen verkauften Fahrzeuge einen Elektroantrieb haben.

Ob eine große Serienfertigung für Batterien nach Deutschland kommt, ließ Sedran offen: "Die großen Wettbewerbsnachteile, die wir in Deutschland für die Zellfertigung haben, sind einmal die hohen Lohnkosten und die hohen Energiekosten, die zum Beispiel in Osteuropa deutlich geringer sind." Er machte klar, dass man Batterien in großem Stil fertigen müsse, damit es sich lohne: "Wenn man die Zellfertigung wirklich wettbewerbsfähig machen will, muss man natürlich mit den Stückzahlen in Bereiche von Elon Musks Gigafactory."

Selbst Hausgerätehersteller setzen auf Feststoffbatterie-Boom

Der von VW genannte Zeitpunkt für die Feststoffbatterie-Produktion ist nicht zufällig gewählt. Denn auch Toyota will seine neue Batteriegeneration in den frühen 2020er-Jahren für den Masseneinsatz fertig entwickeln und mit der Serienproduktion starten. Die Japaner werden damit aber nicht alleine sein: Auch Renault-Nissan bastelt an einem Feststoff-Wunderakku, der 2025 fit für den Masseneinsatz sein soll. Bereits 2023 will Henrik Fisker ein Elektroauto-Modell mit Feststoffbatterie auf den Markt bringen - und so einen neuen Anlauf nach dem Scheitern seines Hybrid-Sportwagens Fisker Karma wagen.

Auch der britische Hausgerätehersteller Dyson mischt im Rennen um die nächste Batteriegeneration mit: Dyson forscht ebenfalls an Feststoff-Akkus.

Bereits 2020 oder 2021 wollen die Briten ein erstes Elektroauto-Modell vorstellen, in dem in späterer Folge auch hauseigene Feststoff-Batterien eingesetzt werden sollen.

mit Material von dpa

Seite 2 von 2

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung