BAIC will bei Mercedes einsteigen Leidgeprüfte Daimler-Aktie spürt Rückenwind aus China

Von mm-newsdesk
Mercedes-AMG GT (C 190): BAIC will zu einem der größten Daimler-Investoren werden

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Der chinesische Staatskonzern BAIC will sich bis Ende des Jahres beim deutschen Autobauer Daimler  einkaufen. Der Chef des Daimler-Joint-Venture-Partners Beijing Automotive (BAIC) in Peking, Xu Heyi, sagte der Zeitung "Beijing Times" vom Donnerstag, dass sein Konzern einer der größten Anteilseigner bei den Stuttgartern werden wolle.

BAIC hatte schon früher einen Einstieg bei Daimler angekündigt - jetzt werden die Pläne offensichtlich konkret. Beide Seiten steckten jetzt "in der Schlussphase der Verhandlungen", wie die Zeitung zitierte.

Daimler begrüßte das Vorhaben: "Wir freuen uns grundsätzlich immer über langfristig orientierte Investoren", sagte ein Sprecher auf Anfrage. Im Gegensatz zu VW und BMW verfügen die Stuttgarter nicht über einen Mehrheitsaktionär.

Die größten Anteilseigner sind der französische Autobauer Renault und sein Partner Nissan mit 3,1 Prozent und das Emirat Kuwait mit 6,8 Prozent. Der Rest liegt bei institutionellen und privaten Anlegern und ist breit gestreut.

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Daimler-Aktien  gehörten nach Bekanntwerden der Pläne am Donnerstag mit einem Plus von mehr als 4 Prozent zu den Gewinnern im Dax. Die Papiere dürften zwar auch von der allgemeinen Erholung an den Märkten mitgezogen worden sein, doch BAIC verschafft der Aktie weiter Luft nach oben. Das Papier hatte in den vergangenen drei Wochen gut ein Fünftel an Wert verloren.

Daimler baut zusammen mit BAIC Autos in China und hält etwa ein Zehntel der Anteile an BAIC Motor, dem Pkw-Arm des Konzerns. Wie groß wiederum der Anteil der Chinesen an Daimler am Ende sein soll, sagte der BAIC-Chef nicht.

Der größte Einzelaktionär bei den Stuttgartern ist Angaben auf der Website zufolge derzeit der kuwaitische Staatsfonds mit einem Anteil von 6,8 Prozent.

ts/Reuters