Quartalszahlen Autovermieter Sixt verdient weniger Geld

Der Autovermieter Sixt hat auch im zweiten Quartal weniger verdient. Konzernchef Erich Sixt begründet dies mit dem Ausbau des US-Geschäfts und der schwierigen Lage in Europa.
Vermeldete zuletzt rückläufige Geschäfte: Sixt-Chef Erich Sixt:

Vermeldete zuletzt rückläufige Geschäfte: Sixt-Chef Erich Sixt:

Foto: Andreas Gebert/ picture alliance / dpa

München - Deutschlands größter Autovermieter Sixt hat auch im zweiten Quartal 2013 wie erwartet weniger Geld verdient. Zwar stieg der Umsatz des Konzerns zwischen April und Juni von 396 auf fast 412 Millionen Euro, unter dem Strich sank der Gewinn aber um rund 900.000 auf gut 25 Millionen Euro, wie Sixt am Mittwoch in München mitteilte.

"Es ist uns gelungen, die nachlassende Nachfrage im Inland durch zahlreiche Maßnahmen für die Expansion im Ausland mehr als auszugleichen", sagte Firmenchef Erich Sixt.

Gründe für den Gewinnrückgang sind vor allem die Kosten für neue Geschäfte, etwa den Ausbau des Vermietgeschäfts in den USA, aber auch die weiter schwierige Lage in Europa. Für das gesamte Jahr rechnet Sixt weiter mit einem Ergebnis, das leicht unter den Zahlen von 2012 liegen dürfte - wenn die Eurokrise sich nicht zuspitzt.

Rundfunkvertrag ist für Sixt ein Ärgernis

Erst Anfang der Woche hatte sich der Sixt-Chef publikumswirksam gegen den neuen Rundfunkstaatsvertrag positioniert, gegen den er angesichts hoher Mehrkosten für sein Unternehmen mit allen juristischen Mitteln angehen werde. "Wir sind entschlossen, gegen die missratene Gebührenreform bis vor das Bundesverfassungsgericht zu gehen", sagte Sixt. Zunächst will er vor das Münchner Verwaltungsgericht ziehen.

Allein für das erste Quartal muss Sixt  nach eigenen Angaben 717.911 Euro zahlen. Das gehe aus dem ersten Bescheid nach der zum 1. Januar in Kraft getretenen Reform der früheren Rundfunkgebühr hervor. Für 2013 müsse der Konzern voraussichtlich mehr als drei Millionen Euro Rundfunkbeitrag zahlen. Insgesamt rechnet der Konzern mit jährlichen Mehrkosten im sechsstelligen Bereich. Die Abgabe pro Auto steigt von 5,76 Euro auf 5,99 Euro im Monat.

krk/dpa
Mehr lesen über Verwandte Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.