Mittwoch, 27. Mai 2020

Wie Google & Co. Deutschlands Autobauer überholen Autonomes Fahren - Google auf Speed

Google-Auto Waymo: Alphabet und Apple konzentrieren sich auf Level 5, also die komplexeste Herausforderung des vollautonomen Fahrens. Waymo kann per "Deep Learning" aus einer einzigartigen Datenbasis schöpfen
picture alliance / Waymo/dpa
Google-Auto Waymo: Alphabet und Apple konzentrieren sich auf Level 5, also die komplexeste Herausforderung des vollautonomen Fahrens. Waymo kann per "Deep Learning" aus einer einzigartigen Datenbasis schöpfen

2. Teil: Was Bosch, Mercedes und BMW jetzt tun müssen

GM, Bosch, Mercedes und BMW bei autonom gefahrenen Km abgeschlagen

Weit abgeschlagen folgt der Autobauer General Motors (neu) Börsen-Chart zeigen, der das Start-up Cruise gekauft haben, und insgesamt 16.370 autonom gefahrene Kilometer auf dem Tacho hat. Auf den Plätzen vier, fünf und sechs kommen Bosch, Mercedes und BMW Börsen-Chart zeigen mit jeweils weniger als 1.600 autonom gefahrenen Kilometern. Das ist in etwa ein Hundertstel dessen, was Waymo vorzuweisen hat, und die Anzahl der menschlichen Eingriffe liegt deutlich höher: Bei Bosch beispielsweise musste der Fahrer einmal pro Kilometer eingreifen.

So wie digitale Straßenkarten die Basis für Navigationssysteme in unseren Autos waren, entsteht hier gerade die Datenbasis für den Gewinner der autonomen Mobilität der Zukunft. Der First Mover Advantage - Waymo ist vor acht Jahren gestartet - scheint für die traditionellen Autohersteller (und nicht nur für sie) schwer einholbar zu sein, besonders wenn man bedenkt, dass Google im Gegensatz zu den meisten Wettbewerbern gelernt hat, wie man neue Geschäftsideen schnell weltweit ausrollt.

Sollte Alphabet für Waymo demnächst noch einen kleinen Autoproduzenten dazu kaufen, bestünde nicht einmal mehr die Notwendigkeit, mit einem Hersteller zu kooperieren. Die Wertschöpfungskette wäre vollständig. Morgan Stanley schätzt den Wert Waymos allein aufgrund der gefahrenen Kilometer und der daraus resultierenden zukünftigen Umsätze auf 70 Milliarden Dollar - das ist mehr als der Börsenwert von BMW.

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