Donnerstag, 5. Dezember 2019

Autonomes Fahren - Start der CES Wenn die Robotaxis die Stadt übernehmen

Unterwegs ohne Fahrer: Ab 2018 könnte autonomes Fahren möglich sein - auf bestimmten Strecken

Am 6. Januar in Las Vegas werden wieder alle da sein. Die Consumer Electronics Show beginnt, und die Autoindustrie übernimmt diese Messe mehr und mehr. BMW zeigt auf der CES, dass der 7er auch mit Gestensteuerung funktioniert. Audi und Mercedes dürften einmal mehr präsentieren, wie ihre Modelle künftig auch ohne Fahrer sicher ans Ziel kommen. Und VW-Markenchef Herbert Diess will schon am Vorabend beweisen, dass auch die Wolfsburger über die Bewältigung ihrer Diesel-Probleme die automobile Zukunft nicht vergessen.

Las Vegas ist nicht zufällig zum Treffpunkt der Autowelt geworden. Insbesondere die Premiummarken investieren schon lange massiv in automobile Robotertechnik. "Keine andere technische Entwicklung wird die Branche so verändern wie das automatische Fahren", prognostiziert Wolfgang Bernhart, Automobilexperte bei der Unternehmensberatung Roland Berger.

Ein Beispiel? "Wenn sich etwa das Robotaxi durchsetzt, werden gerade in den Städten deutlich weniger Menschen Autos kaufen als heute." Die Folgen sind absehbar: Der Markt wird enger, der Preiskampf härter; und wer technisch nicht mithalten kann, wird es künftig noch schwerer haben.

Für das chaotische Innenstadtgewimmel ist die Technik noch nicht so weit

Noch ist die Technik nicht so weit. Zwar hat Tesla-Chef Elon Musk erst kürzlich angekündigt, computergelenkte Autos seien in zwei Jahren marktreif - und gleichzeitig gewarnt, dass die Gesetzgeber ihr Plazet wahrscheinlich frühestens ein Jahr später geben. Berger-Experte Bernhart indes warnt, autonomes Fahren werde 2018 "vielleicht auf ganz bestimmten Strecken möglich sein, etwa auf Ringautobahnen wie der Pariser Périphérique. Aber für das häufig chaotische Gewimmel in Innenstädten wird es vor 2025 wahrscheinlich nicht ausreichen."

Noch sind die über Hunderte Kilometer computergelenkt nach Las Vegas gefahrenen Prototypen, die Audi und Mercedes schon in Las Vegas präsentiert haben, eben nicht serienreif. "Die entsprechende Technik müsste in die für die kommenden Jahre geplanten Modelle der führenden Anbieter eingebaut werden", mahnt Bernhart zu Geduld. Das ist aber bislang nicht vorgesehen."

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