Montag, 27. Mai 2019

Die wichtigsten US-Start-ups für autonomes Fahren Softbank steckt Milliarde in Robo-Van-Firma Nuro

6. Teil: Cruise Automation: GM-Tochter will noch 2019 starten

Die GM-Tochter Cruise Automation testet ihre Selbstfahr-Technologie in umgebauten Chevrolet-Bolt-Modellen

Das 2013 gegründete Unternehmen Cruise Automation gilt als ernstzunehmender Konkurrent von Waymo - wohl auch, weil es den Autohersteller General Motors als Taktgeber hat. Im Jahr 2016 übernahm der Autoriese für 580 Millionen Dollar Cruise Automation komplett. Seither fließt wohl viel Geld: GM kündigte Investitionen von mehr als zwei Milliarden Dollar an. Auch der japanische Tech-Riese Softbank will über mehrere Jahre 2,2 Milliarden Dollar in die Firma investieren.

Ursprünglich wollte Cruise Automation eine Art Nachrüst-Lösung für autonomes Fahren anbieten, seit der GM-Übernahme hat sich der Fokus geändert: Cruise setzt ausschließlich auf den GM-Elektrowagen Bolt - und konzentriert sich wie die Konkurrenz auf das richtige Zusammenspiel zwischen Software und Sensoren. Getestet werden die Autos unter anderem in San Francisco.

In US-Medien gab es im März jedoch Berichte über Schwierigkeiten bei der Erprobung der Technik. Bei den Tests soll es häufig kleinere Unfälle oder Beinahe-Unfälle gegeben haben. Im November 2018 übernahm GM-Veteran Dan Ammann als CEO bei dem Start-up. An einem hält GM aber fest: Schon 2019 will der Konzern einen kommerziellen Robotertaxi-Dienst starten - mit Cruise-Technik.

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