mm.de-Autolexikon der Zukunft So fahren wir im Jahr 2030 Auto

Was bringt die Zukunft des Automobils? Das Autolexion von manager magazin online für das Jahr 2030 gibt Auskunft!

Was bringt die Zukunft des Automobils? Das Autolexion von manager magazin online für das Jahr 2030 gibt Auskunft!

Foto: Julian Stratenschulte/ picture alliance / dpa
Fotostrecke

Verbrenner mit Verfallsdatum: Diese Staaten wollen Diesel und Benziner abschaffen

Foto: DPA

Für Autoindustrie war das Jahr 2017 voller wichtiger Weichenstellungen für die Zukunft:

- Mehrere Länder haben ein Enddatum für den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotor festgelegt, auch China liebäugelt damit

- Die Autokäufer wenden sich schon jetzt zunehmend vom Diesel ab (und auch Volkswagen-Chef Matthias Müller)

- Auf der Messe IAA in Frankfurt am Main verkündete Volkswagen-Chef Matthias Müller einen drastischen Ausbau des Elektroauto-Portfolios und Milliardenschwere Batterie-Aufträge an Zulieferer. Auch BMW, Daimler, Volvo und viele weitere Hersteller stellten konkrete Pläne zur Elektrifizierung der Flotte vor

- Ein Konsortium von Autokonzernen beginnt mit dem Aufbau eines Superschnellladenetzes an europäischen Autobahnen

- Zahlreiche chinesische Hersteller, zum großen Teil potente Startups, untermauerten ihren Anspruch, am Weltmarkt im großem Stil mitzuspielen

- Tesla hat - zunächst stotternd - mit den Auslieferungen des Massenmarkt-Modells Model 3 begonnen und einenElektro-Truck präsentiert

- Viele Autobauer haben begonnen, ihre Mobilitätsdienste deutlich auszubauen: Volkswagen ist beipielsweise mit Moia am Start, Daimler mit Moovel

Doch wie geht es weiter? Wir wissen es - dank der leicht aktualisierten Ausgabe unseres manager-magazin.de-Autolexikon aus dem Jahr 2030!

Wagen Sie mit uns den etwas weiteren, nicht immer völlig ernst gemeinten, Ausblick in die Zukunft. Erfahren Sie, wer in 13 Jahren wichtig ist und wer eher nicht. Schlagen Sie einfach nach, welche Technologien sich durchsetzen, neu entstehen und was auf der Strecke bleibt. Dann haben Sie endlich wieder Planungssicherheit.

Viel Spaß - und hier geht's los.

Verweise auf andere Einträge in diesem Lexikon sind verlinkt und mit einem Sternchen* gekennzeichnet.

Autonom-Autobahn

Autonom-Autobahn: Lastwagen sind mit 150 Stundenkilometern unterwegs

Autonom-Autobahn: Lastwagen sind mit 150 Stundenkilometern unterwegs

Foto: Julian Stratenschulte/ picture alliance / dpa

Autonom-Autobahn

Hochgeschwindigkeit auf sichere Art - das ermöglichen die umgangssprachlich "A-Autobahnen" genannten Straßen für Autopilot-Fahrzeuge. Selbstfahrende Pkw erreichen auf der A. durch optimierten Verkehrsfluss Durchschnittsgeschwindigkeiten zwischen 150 und 200 Stundenkilometer, Lkws kommen meist auf 150 Stundenkilometer. Gut drei Viertel des deutschen Autobahnnetzes sind als A. zertifiziert. Für alte Fahrzeuge ohne Autopilot-Funktionen gilt auf diesen Straßen ein Tempolimit von 120 und großteils Überholverbot - aus Gründen der Verkehrssicherheit.

Batterie; BMW

Batteriefertigung: Rasend schnelle Entwicklung

Batteriefertigung: Rasend schnelle Entwicklung

Foto: Johnson Controls

Batterie

Die B. hat in Deutschland den Verbrennungsmotor als wichtigsten Bestandteil des Pkw-Antriebs abgelöst. Über 80 Prozent aller Neuwagen werden mit Akkus im Unterboden verkauft. So sind die 2021 und 2027 verschärften CO2-Vorgaben der EU erreichbar (siehe Eintrag "Kohlendioxid"). Vor fünf Jahren kamen die ersten Elektroautos mit Lithium-Luft-B.n und Reichweiten bis zu 1000 Kilometern auf den Markt. Da sich die neuen B. per Supercharger*-Schnellader in 5 Minuten voll aufladen lassen und das Laden während der Fahrt die Regel wird (siehe Ladespur*), schrumpft der Marktanteil der hoffnungsvoll gestarteten Brennstoffzellen-Autos stetig.

BMW

Der bayerische Mobilitäts-Bereitsteller und Autoproduzent wagte im Jahr 2022 eine riskante Teilung. Seither besteht die BMW Global Group aus drei Bereichen: Den Carsharing- und Mobilitätsdienst B-Here betreiben die Bayern gemeinsam mit den einstigen Konkurrenzmarken Mercedes und Audi. Unter der Marke EMW verkaufen die Bayern nun Elektroautos der Kompakt- und Mittelklasse - sowie eine Handvoll Sportwagen-Modelle, die auch Wasserstoff tanken können. Die Marke BMW stellt nur mehr Modelle der gehobenen Mittel- und der Oberklasse her. Im Jahr 2029 sorgten B-Here und EMW für drei Viertel des Konzernumsatzes. Die meisten klassischen Industrie-Arbeitsplätze finden sich in der Konzerntochter BBW (Bayerische Batterie Werke).

CarDating

Die Anfänge des Carsharing: Inzwischen kommen weitere Dienstleistungen dazu

Die Anfänge des Carsharing: Inzwischen kommen weitere Dienstleistungen dazu

Foto: DriveNow

CarDating

Mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln vernetzte Art des Auto-Teilens und der Partnersuche. Per C.-App auf dem Smartphone lassen sich Flottenfahrzeuge und freigegebene Autos von Privatleuten buchen - wie beim traditionellen Carsharing. Wichtigster Anbieter im städtischen Bereich ist B-Here, die Mobilitäts-Kooperationsmarke von BMW*, Daimler* und Audi.

Besonders erfolgreich entwickelte sich zuletzt Quickride, das Portal von Volkswagen*, Ford und Opel*. Quickride hat sein Angebot konsequent um die Funktionen einer DatingApp kombiniert und bietet nun den Service "Car2Kuschel" an. Seither haben sich die Ausleihzeiten deutlich verlängert. Zudem werden teurere und hochwertigere Autos gebucht.

Daimler; Dieselmotor; Dobrindt, Alexander

Daimler

Daimler-Konzernzentrale: "Das Autonomste oder nichts"

Daimler-Konzernzentrale: "Das Autonomste oder nichts"

Foto: DPA

Deutscher Auto- und Mobilitätsanbieter; im Pkw- und Lkw-Bereich auf Autopilot-Fahrzeuge spezialisiert. Hat sich unter seinem seit 2019 amtierenden CEO, dem Schweden Ola Källenius, zum kooperationsfreudigsten der deutschen Autokonzerne gewandelt: Sein CarDating*-Geschäft betreibt Daimler im Joint-Venture mit BMW* und Audi (B-Here). Neue Batterien* und Brennstoffzellen entwickelt ein mit Toyota und Ford gegründeter Forscherverbund.

Die Marke Mercedes soll künftig nur mehr große, besonders luxuriöse, selbstfahrende Autos anbieten (aktueller Claim: "Das Autonomste oder nichts", siehe X-Klasse*). Deshalb haben die Stuttgarter kürzlich ihr profitabelstes Nebengeschäft umbenannt: Die unternehmenseigene Erlebnis- und Eventcafe-Kette heißt nun "M-Experience". Hervorgegangen ist sie aus den Mitte der 2010-Jahre entstandenen Innenstadt-Stores namens "mercedes me".

Dieselmotor

Prestigeträchtiger Spezialantrieb, der sich insbesondere im britischen Landadel und bei ostdeutschen Tuning-Clubs großer Beliebtheit erfreut. Trotz extrem hoher Kosten nicht totzukriegen - Qualm, Ruß und Lärm gehören für viele Fans einfach zum Autofahren dazu. Die Fahrzeuge dürfen allerdings nicht mehr in Siedlungsgebieten fahren und in geschlossenen Garagen parken. Der Fallerslebener Auto-Experte Martin Winterkorn* erwartet ein großes Comeback des D. auf dem Massenmarkt, sobald die Abtrennung und Speicherung von Kohlendioxid* am Auspuff weitere Fortschritte macht.

Ein Bild aus glücklichen Tagen: Alexander Dobrindt, Chef des Königlich-Bayerischen Kraftfahrt-Amts (KBKA)

Ein Bild aus glücklichen Tagen: Alexander Dobrindt, Chef des Königlich-Bayerischen Kraftfahrt-Amts (KBKA)

Foto: Getty Images

Dobrindt, Alexander

Chef des Königlich-Bayerischen Kraftfahrt-Amts (KBKA) und ehemaliger deutscher Verkehrsminister (geb. 1970). Nach dem Ausschluss Bayerns aus der Bundesrepublik (2025) setzt D. auf seinem neuen Posten nun in abgewandelter Form zahlreiche Projekte um, für die er und Ex-Ministerpräsident Horst Seehofer in der Bundesrepublik keine Mehrheit fanden.

So gilt in Bayern eine Maut für Autofahrer, die keine Tracht tragen. Wer Tracht trägt, muss zunächst auch zahlen, bekommt für den nächsten Kauf von Dirndl oder Lederhose aber eine Rabattgutschrift in gleicher Höhe. Sie wird mit der Mehrwertsteuer verrechnet.

Zudem wird der unwirtschaftlich gewordene individuelle Autobesitz mit einem monatlichen Fahrzeug-Betreuungsgeld gefördert, im Volksmund "Garagenprämie" genannt. D. begründete die Prämie mit "mehr Wahlfreiheit" in Sachen Mobilität.

Elektroauto

Elektroauto von Mercedes (historische Abbildung): 800 Kilometer Reichweite sind Standard

Elektroauto von Mercedes (historische Abbildung): 800 Kilometer Reichweite sind Standard

Foto: Jan Woitas/ picture alliance / dpa

Elektroauto

Fahrer

Die am weitesten verbreitete Antriebsform bei Neufahrzeugen. Oberklasse-Modelle fahren bis zu 1000 Kilometern weit mit einer Akkuladung, handelsübliche Kleinwagen-Modelle kommen rund 500 Kilometer weit. Luxusmarken wie Aston Martin oder Bugatti haben zwar noch wenige Modelle ausschließlich mit Verbrennungsmotor im Programm, dafür müssen Kunden jedoch hohe Aufpreise bezahlen. In den Innenstadtbereichen aller deutschen Städte ab 20.000 Einwohner ist die Nutzung des Elektro-Modus verpflichtend - aus Umweltschutzgründen. Bugatti-Fahrer zahlen etwa im Innenstadtbereich Verschmutzungsgebühren von fünf Euro je gefahrenem Kilometer.

Seltenes Bild: Die Hände am Steuer haben Autofahrer heutzutage nur noch selten

Seltenes Bild: Die Hände am Steuer haben Autofahrer heutzutage nur noch selten

Foto: Geber86 / Getty Images

Fahrer

Google Auto

Vor einem Jahrzehnt noch die entscheidende Person an Bord eines Autos; heute sitzen "F." nur mehr im Stadtverkehr am Steuer. Doch auch da kontrollieren sie überwiegend die Fahrentscheidungen des Computers und greifen nur in seltenen Notlagen ein. Selbstfahren ist in den letzten fünf Jahren teuer geworden; in Neuwagen lassen sich Autohersteller den Ausschalt-Knopf für die Automatik-Funktionen teuer bezahlen. Zudem fällt fürs Selbstfahren auf Autobahnen und Landstraßen seit 2024 eine Pauschale von einem Euro je Kilometer an. Die Folge: Echte "F." werden zur aussterbenden Spezies, denn nur sehr wohlhabende Autonutzer können sich Selbstfahren über lange Strecken leisten.

Prototyp des Google Auto (Aufnahme aus dem Jahr 2014): Gesundheitsdaten der Insassen werden permanent überwacht

Prototyp des Google Auto (Aufnahme aus dem Jahr 2014): Gesundheitsdaten der Insassen werden permanent überwacht

Foto: DPA / Google

Google Auto

Vom IT-Konzern Alphabet entwickeltes (und schließlich von Zulieferern gebautes), lenkradfreies Roboterauto (im Bild ein erster Entwurf des Fahrzeugs aus dem Jahr 2015). Anders als bei Apples für das Jahr 2035 geplanten iCar* sind Fahrten in den Google-Fahrzeugen kostenfrei. Nutzer stimmen der Weiterverarbeitung sämtlicher Fahrtdaten zu. Zudem werten Dutzende Sensoren permanent alle Gesundheitsdaten und Gedankengänge der Fahrzeuginsassen aus.

Diese müssen sich weiterhin mit individualisierter Bildschirm- und Audiowerbung berieseln lassen. Sofern die Passagiere die angebotenen Produkte nicht kaufen möchten, müssen sie nach jedem Spot laut "Nein" rufen, sonst wird der Kaufpreis sofort von ihrem Konto abgebucht und das Produkt umgehend an den Zielort der Fahrt zugestellt oder digital verschickt.

Hybridauto

Hybrid-Oldtimer des Typs Toyota Prius: Die skurrilen Fahrzeuge erzielen hohe Preise auf Auktionen

Hybrid-Oldtimer des Typs Toyota Prius: Die skurrilen Fahrzeuge erzielen hohe Preise auf Auktionen

Foto: JUSTIN SULLIVAN/ AFP

Hybridauto

Kombiniert den Verbrennungsmotor mit Elektroantrieb, die erste Generation des Hybrid-Urahns Toyota Prius wird bei Oldtimer-Auktionen zu hohen Preisen gehandelt. In Europa ist der Verkauf von Hybridautos seit dem Jahr 2025 nur mehr als Plugin-Variante mit mindestens 100 Kilometern elektrischer Reichweite erlaubt. Der einstige Hybrid-Marktführer Toyota bietet deshalb Nachrüst-Batteriekits für ältere Fahrzeuge an.

iCar (Apple)

Logo des Mobilelektronik-Konzerns Apple: Flaches Außendesign

Logo des Mobilelektronik-Konzerns Apple: Flaches Außendesign

Foto: YUYA SHINO/ REUTERS

iCar (Apple)

Vom Mobilelektronik-Konzern Apple im Jahr 2021 nach jahrelangen Spekulationen vorgestelltes - und zwischenzeitlich abgesagtes - Elektroauto, das ab 2035 eigenen Apple-Testflotten vollautonom durch Städte fahren soll - als eine Art Sammeltaxi 3.0. Apple hat dafür Ausnahmegenehmigungen für mehrjährige Betatest-Fahrten ausgehandelt. Diese dürfen aber nur die rechte Spur benutzen und nicht schneller als 40 Stundenkilometer fahren.

Die Karosserie wird vom US-Massenhersteller GTM (General Toyota Motors) stammen, von Apple kommt das Außendesign (besonders flach), der Innenraum (nur berührungsempfindliche Bildschirm-Oberflächen) und das Benutzererlebnis (nur ein einziger, "revolutionärer" Knopf im ganzen Auto). Betrieben werden sollen die iCar-Roboterautoflotten von großen Mobilfunkbetreibern, die rund ein Drittel ihrer In-Car-Erlöse an Apple abführen.

Japan

Brennstoffzellenauto in Tokio: Wasserstoff als Insellösung für Japan

Brennstoffzellenauto in Tokio: Wasserstoff als Insellösung für Japan

Foto: YOSHIKAZU TSUNO/ AFP

Japan

Inselstaat; in der Automobilindustrie als weltgrößter Absatzmarkt für Brennstoffzellen-Fahrzeuge bekannt. Ab 2017 förderte J.s Regierung großzügig den Bau von Wasserstoff*-Tankstellen; das Land hat nun 35.000 solcher Zapfsäulen (Stand 2029). Elektroautos* der zweiten Generation konnten sich deshalb in J. nicht am Markt behaupten, die J.er griffen lieber zu großzügig subventionierten Modellen mit Brennstoffzellen im Motorraum.

Aktuell werden 85 Prozent aller Neuwagen in J. mit Wasserstoff * betrieben. Das Land konnte dadurch seine Ölimporte in der vergangenen Dekade um 90 Prozent senken - doch die Energie-Autarkie hatte einen hohen Preis: J. ist nun nicht nur der weltgrößte Schuldner, es hat auch eine der weltweit höchsten Schuldenquoten.

Kohlendioxid; Krüger, Harald

Kohlendioxid-Ballons auf dem jährlichen Freudenfest der deutschen CO2-Branche: Das Gas hat sich vom Klimakiller zum bedeutenden Rohstoff weiterentwickelt

Kohlendioxid-Ballons auf dem jährlichen Freudenfest der deutschen CO2-Branche: Das Gas hat sich vom Klimakiller zum bedeutenden Rohstoff weiterentwickelt

Foto: Ralph Orlowski/ Getty Images

Kohlendioxid

Gas (Abkürzung: CO2), dessen Bedeutung als Industrierohstoff für die Produktion von Plastik und synthetischen Kraftstoffen stetig zunimmt. Dabei war der Ausstoß von K. noch im vergangenen Jahrzehnt als große Bedrohung wahrgenommen worden. Doch seit es zunehmend gelingt, K. von den Autoabgasen abzutrennen, sind auch die scharfen Grenzwerte (30 Gramm pro Kilometer) kein großes Problem mehr. Größter CO2-Verursacher ist bei den meisten Elektroautos* heute ohnehin die Klimaanlage - die kühlt bei den meisten Modellen mit CO2, und im Hochsommer lässt sie auch mal etwas Gas ab.

Frisch wie eh und je: EMW-Chef Harald Krüger auf der Frankfurter Internationalen Oldtimer-Ausstellung (IOA) im September 2029

Frisch wie eh und je: EMW-Chef Harald Krüger auf der Frankfurter Internationalen Oldtimer-Ausstellung (IOA) im September 2029

Foto: DPA

Krüger, Harald

Deutscher Automanager (geb. 1965) und Chef des Münchner Nullemmissions-Fahrzeugherstellers EMW (Abspaltung von BMW*). K.s CEO-Karriere startete auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) 2015 mit einem Schock, als er vor laufenden Kameras einen Zusammenbruch infolge akuter Überlastung erlitt.

Führte wenige Jahre später einen "Rollenprüfstand für Manager" im Unternehmen ein, der die Leistungsfähigkeit der Führungskräfte misst. Die Ergebnisse sind - gepaart mit Daten aus dem Privatleben - Grundlage für den individuellen Arbeitseinsatz der Manager. Dessen Bandbreite reicht nun von 16 bis 96 Wochenstunden.

Krügers eigenes Schaffenspensum taxierte die Maschine auf lediglich 35 Stunden wöchentlich, woraufhin es in der Belegschaft mächtig rumorte. Eine Manipulation seiner Gesundheitswerte konnte K. allerdings nie nachgewiesen werden. Die IG Metall jedenfalls applaudierte K. für sein "modernes Verständnis von Führung".

Ladespur

Elektrische Ladespur: Neues Geschäftsfeld für Tankstellenkonzerne

Elektrische Ladespur: Neues Geschäftsfeld für Tankstellenkonzerne

Foto: Highways England

Ladespur

Fahrbereich auf der Autobahn, den Autos zum kabellosen Stromladen auch bei hoher Geschwindigkeit nutzen. Erstmals ab 2015 in England erprobt, setzte sich das Konzept später in allen Industrieländern durch, da sich die Magnetspulen bei Bauarbeiten ohne großen Mehraufwand in die Straße einbauen lassen.

Das Geschäft mit dem kabellosen Laden teilen hauptsächlich alte Tankstellenkonzerne wie Exxon Mobil  , Shell  und Total  unter sich auf, die wegbrechende Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft kompensieren wollen. Das System verdrängt nach und nach die so genannten Strom-Supercharger*, an denen Autofahrern zum Laden anhalten müssen.

Müller, Matthias; Müller, Tina; Musk, Elon

Voll im Saft: Anfang der Zehnerjahre präsentierte Matthias Müller einen Porsche 911

Voll im Saft: Anfang der Zehnerjahre präsentierte Matthias Müller einen Porsche 911

Foto: REUTERS

Müller, Matthias

Deutscher Meister der Seniorenrallye-Oldtimerserie "Formel 75" (geb. 1953). Der ehemalige Volkswagen*-Chef M. hatte den Konzernumbau des Jahres 2019 nicht überstanden und sich fortan dem Rennsport verschrieben. Meidet dabei allerdings internationale Wettfahrten, da er infolge des so genannten VW-Abgasskandals von 2015 noch immer auf der Gesuchten-Liste der kalifornischen Umwelt- und Geheimdienstbehörde California Climate Security Board (CCSB) steht.

Müller, Tina

Chefin des Spezialautoherstellers Opel*, einer Abspaltung des französischen PSA-Konzerns. Gelangte 2027 als erste Frau an die Spitze eines europäischen Autobauers. Machte aus der einst ranzigen Marke ein Lifestyle-Label, das in Asien zunehmend Gefallen findet.

Hatte sich ursprünglich unter anderem durch die Erfindung des berühmten Opel*-Duftstreifens für Führungsaufgaben qualifiziert. Zwischenzeitlich agierte M. erfolgreich als Chefin beim Parfüm-Konzern Douglas. Seit 2027 fungieren manche Douglas-Filialen auf M.s Initiative als Showrooms für Opel-Autos, aus deren Auspuff wohlriechende Dämpfe entweichen.

Musk, Elon

Kalifornischer Multi-Unternehmer; Chef bzw. Gründer u.a. der Unternehmen PayPal, Tesla* Motors, Tesla Energy, SpaceX, Hyperloop Industries, und Mars Development Inc. (geb. 1973). Einst belächelt, entwickelte sich M. dank des Erfolgs mit Tesla* und SpaceX zum bedeutendsten Firmengründer der westlichen Hemisphäre. Auch noch so irre anmutende Projekte wie eine Elektroauto*-Schnellstraße von Nordamerika nach Europa auf dem Boden des Atlantiks ("die Idee hatte ich unter der Dusche") finden die uneingeschränkte Zustimmung der Finanzmärkte. Lebt seit 2029 auf dem Mars und baut dort die Stadt New New York auf.

NSU Motorenwerke

Unerwartetes Comeback: Unter der Marke NSU stellt Volkswagen seit einigen Jahren wieder Autos her, unter anderem diese Retro-Neuauflage des Ro 80

Unerwartetes Comeback: Unter der Marke NSU stellt Volkswagen seit einigen Jahren wieder Autos her, unter anderem diese Retro-Neuauflage des Ro 80

NSU Motorenwerke

Einziger verbliebener Unternehmensteil von Volkswagen*, in dem Fahrzeuge mit reinrassigen Verbrennungsmotoren hergestellt werden. Die Marke wurde wiederbelebt, nachdem sich Volkswagen* 2019 aufspaltete. Im Zuge des 2021 politisch beschlossenen Ausstiegs aus dem Verbrennungsmotor hat NSU eine staatsvertraglich festgelegte Restlaufzeit bis 2045.

Opel

Opels Kassenschlager in Asien: Das Spaßmobil Twike

Opels Kassenschlager in Asien: Das Spaßmobil Twike

Opel

Führender Anbieter von Elektro-Kleinstfahrzeugen in Europa und Asien. Die Tochtermarke des US-japanischen Mobilitätskonzerns General Toyota Motors hat frühzeitig den Trend zu mikro-individueller Fortbewegung erkannt. Die Palette reicht von einsitzigen und überdachten Liege-Elektrorädern der Untermarke Twike über autonom gelenkte Hoverboards bis hin zu kraftvollen und selbstfahrenden Exoskeletten. Chefin ist Tina Müller*. Wurde nach zwischenzeitlichem Intermezzo als Teil des PSA-Konzerns von diesem wieder ausgegliedert.

Porsche (Sportwagenhersteller); Porsche, Daniell; Piëch, Ferdinand

Volkswagen-Chef Peter Daniell Porsche (r., mit Vater Hans-Peter Porsche): Kulturwandel endlich geglückt

Volkswagen-Chef Peter Daniell Porsche (r., mit Vater Hans-Peter Porsche): Kulturwandel endlich geglückt

Foto: DPA

Piëch, Ferdinand

Österreichischer Unternehmer und Vorsitzender der Volkswagen*-Stiftung (geb. 1937). Gilt noch immer als Patriarch, der alle Personalien im Konzern informell absegnen muss, obwohl er schon lange kein operatives oder kontrollierendes Amt innehat. Will die Macht nach eigenen Angaben "in wenigen Jahren" an seine 15 Kinder, 53 Enkel und 18 Urenkel übergeben. "Mit warmer Hand", wie P. unmissverständlich zu verstehen gegeben hat.

Porsche (Sportwagenhersteller)

Sportwagenmarke des chinesischen Auto- und Energiekonzerns BYD. Die ehemalige Volkswagen* AG stieß die Tochter P. im Zuge ihrer Aufspaltung 2019 ab. Dabei verblieb das Handelsgeschäft mit Oldtimern bei den Wolfsburgern. Dort hat es sich dank des weltweiten Trends zu lauten und stinkenden Retro-Autos zu einer Ertragsperle ungeahnten Ausmaßes entwickelt.

Porsche, Daniell

Vorstandschef der Volkswagen SE * (geb. 1973). P. ist der Urenkel von Ferdinand Porsche, Gründer der gleichnamigen Sportwagen-Marke. Seit 2019 führt P. die Volkswagen SE* als Nachfolger von Matthias Müller*. Der bekennende Anthroposoph P. sollte bei Volkswagen* endlich den lange beschworenen Kulturwandel herbeiführen. Dazu setzte er drastische Maßnahmen gegen den alten Führungskreis durch. Alle Topmanager müssen mittlerweile ein Praktikum im Waldorf-Kindergarten absolvieren. In den Fahrzeugen werden nur noch Naturmaterialien wie Holz, Wolle und Filz verarbeitet.

Quandt (Familie)

Abgetaucht: Einige Jahre nach dem Tod ihrer Mutter Johanna Quandt (Mitte) gaben ihre Kinder Stefan Quandt und Susanne Klatten ihre Beteiligung an BMW ab

Abgetaucht: Einige Jahre nach dem Tod ihrer Mutter Johanna Quandt (Mitte) gaben ihre Kinder Stefan Quandt und Susanne Klatten ihre Beteiligung an BMW ab

Foto: Frank Rumpenhorst/ picture-alliance/ dpa

Quandt (Familie)

Deutsche Industriellen-Dynastie. Ihren Reichtum gründeten die Q.s im 20. Jahrhundert auf umfangreiche Beteiligungen im Batteriegeschäft (AFA, Varta), später auf den Autokonzern BMW*. Als dieser sich 2022 in die drei Firmen B-Here, EMW und BMW* Oldtimer aufspaltete, verkauften die Gesellschafter Susanne Klatten und Stefan Quandt ihre Anteile vollständig.

Seither widmen sie sich dem Speed Seed Financing und investieren täglich in zahlreiche hoffnungsvolle Startups in den Bereichen Medizin, Mobilität, Energie, Finanzwirtschaft und Chemie. Diese Strategie sollte auch sicherstellen, dass die Q.s nicht mehr als reichste Familie der Bundesrepublik gelten. Der Plan ging auf: Wegen unklarer Datenlage werden sie nicht mehr in der manager-magazin-Liste der vermögendsten Deutschen geführt. "Wir sind damit nicht unglücklich", ließ Stefan Quandt sich in einem Interview mit dem Magazin "Venture Ventilator" zitieren.

Roboterauto

So fing alles an: Erste Versuche mit Robotoerautos von Audi (2015)

So fing alles an: Erste Versuche mit Robotoerautos von Audi (2015)

Foto: Audi

Roboterauto

Umgangssprachliche Bezeichnung für das lang ersehnte vollautonome Fahrzeug. Der Mobil-IT-Konzern Google  betreibt die ersten R.-Flotten in Großstädten - als mehrjährigen Betatest und mit strengen Auflagen (Google-Auto* und iCar* ). Alle namhaften Automobilhersteller haben R. für Privatleute im Angebot, doch in den allermeisten Staaten warten sie immer noch auf ihre Zulassung.

Lediglich der Inselstaat Nauru im Pazifik hat die Vehikel nach jahrelanger Lobbyarbeit der Industrie vollumfänglich zugelassen. Feldstudien auf der dortigen Ringstraße sollen nun endgültig beweisen, dass die Fahrzeuge auch bei üblichen Stadtgeschwindigkeiten keine Gefahr im Verkehr darstellen.

Supercharger

Lang ist's her: Mit dem flächendeckenden Aufbau von Superchargern begann der Siegeszug des Elektroautos. Inzwischen sind Ladespuren bei vielen Autofahrern beliebter

Lang ist's her: Mit dem flächendeckenden Aufbau von Superchargern begann der Siegeszug des Elektroautos. Inzwischen sind Ladespuren bei vielen Autofahrern beliebter

Foto: Tesla

Supercharger

Standard-Schnelladestation für klassische Batterie*-Elektroautos*. Ermöglicht das Nachtanken von Strom für 1000 Kilometer Reichweite in fünf Minuten. Einst vom Tesla*-Konzern für die eigenen Kunden aufgebaut, entwickelte sich aus dem S.-Netz ein faktisches Energie-Monopol, in dem Fahrer anderer Autos hohe Gebühren zahlen mussten.

Staatliche Kartellbehörden zerschlugen das Netz schließlich in den meisten Ländern. Seither gilt in der Autobranche das Gebot des Unbundling, ähnlich wie bei Energieversorgern: Autohersteller dürfen nicht zugleich das Tankstellennetz betreiben - so wie Stromproduzenten nicht zugleich über die Netze herrschen dürfen. Autokonzerne wie Volkswagen gaben ihre Ladesäulen-Beteiligungen an Finanzinvestoren ab. Mittelfristig drohen die S. aber von Ladespuren* verdrängt zu werden.

Tesla; Tankstelle

Bewegte Firmengeschichte: Teslas Versuch mit Elektroautos für den Massenmarkt ging schief, doch als Anbieter von Luxuswagen, Plusenergiehäusern und Elektroflugzeugen schaffte das Unternehmen den Durchbruch

Bewegte Firmengeschichte: Teslas Versuch mit Elektroautos für den Massenmarkt ging schief, doch als Anbieter von Luxuswagen, Plusenergiehäusern und Elektroflugzeugen schaffte das Unternehmen den Durchbruch

Foto: DPA

Tesla

Internationaler Hersteller von Luxusautomobilen, Hochvolt-Energiehäusern sowie Elektroflugzeugen und Anbieter von Energie-Dienstleistungen. Der Firmensitz verteilt sich auf Palo Alto (Kalifornien), Tianjin (China) und New New York (Mars). Nachdem T. als Hersteller von klassischen Batterie-Elektroautos* für den Massenmarkt an der chinesischen Konkurrenz scheiterte, schwenkte Firmengründer und CEO Elon Musk* um und konzentrierte sich auf die Entwicklung neuer Technologie-Anwendungen im Energiebereich.

Tankstelle

Schnellladestation für Oldtimer, die mit Diesel* oder Benzin betrieben werden. Betrieben oft von ehrenamtlich tätigen Industriekultur-Liebhabern, da sich mit T. vielerorts kaum noch Geld verdienen lässt. Der Absatz von Mineralölprodukten ist in den größten Volkswirtschaften der Welt stark rückläufig - wegen effizienterer Motoren, Rideshare-Angeboten und dem Siegeszug emissionsfreier Antriebe.

Manche moderne T.n sind indes mit so genannten Kohlendioxid*-Staubsaugern ausgestattet. Sie zapfen aus den Autos das während der Fahrt abgetrennte Gas ab und speisen es in das landesweite Kohlendioxid*-Gasnetz ein.

Uber

Pleite vermieden: Mit teilautonomen Fahrzeugen kam Uber in die Erfolgsspur zurück

Pleite vermieden: Mit teilautonomen Fahrzeugen kam Uber in die Erfolgsspur zurück

Foto: © Sergio Perez / Reuters/ REUTERS

Uber

Mobilitätssparte von Alphabet, dem größten Konzern der westlichen Hemisphäre. Alphabet, die Holding der früheren Google Inc., übernahm U. im Jahr 2021 und rettete das Unternehmen so vor der Insolvenz. Zuvor hatte U. in immer mehr Städten das Handtuch geworfen, weil Fahrer zunehmend nach Tarif bezahlt werden mussten.

Die Milliarden der einstigen Alphabet-Milliarden halfen, eine Flotte von teilautonomen U.-Autos zu schaffen. Die Fahrer können nun während der Fahrt auch Jobs für andere Kunden verrichten - zum Beispiel am Rechner. Sie gelten daher als Freiberufler und müssen nicht mehr sozialversichert werden.

Volkswagen SE

Volkswagen-Museum in Wolfsburg: Der heutige Firmensitz liegt an einer Autobahnausfahrt am Stadtrand

Volkswagen-Museum in Wolfsburg: Der heutige Firmensitz liegt an einer Autobahnausfahrt am Stadtrand

Foto: Peter Steffen/ dpa

Volkswagen SE

Deutscher Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen sowie Automobilen mit Sitz in Wolfsburg*. Die V. ist aus der Volkswagen AG hervorgegangen, einem traditionsreichen Automobilkonzern, der sich 2019 aufgespalten hat. Damals überführte die Führungsspitze den defizitären Geschäftsbereich "konventionelle Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor" in eine stark subventionierte Stiftung, in der das Land Niedersachsen das Sagen hat.

Sie soll die Milliardenforderungen tausender Städte und Gemeinden in aller Welt begleichen, die unter hoher Luftbelastung durch Diesel*-Emissionen infolge manipulierter Motoren litten. In der V. ist seither das Geschäft mit emissionsfreien Autos und der softwaregesteuerten Personenlogistik zusammengefasst.

Wasserstoff; Wolfsburg; Winterkorn, Martin

Vielversprechender Beginn des Wasserstoffzeitalters: Der Energieträger erlangte große Bedeutung in der Schifffahrt und als Treibstoff für Lastwagen

Vielversprechender Beginn des Wasserstoffzeitalters: Der Energieträger erlangte große Bedeutung in der Schifffahrt und als Treibstoff für Lastwagen

Foto: Getty Images

Wasserstoff

Chemisches Element mit dem Symbol H und bedeutender Energieträger in der Transportwirtschaft. W. dient als Treibstoff für Busse, Lastwagen, aber auch Schiffe sowie in Japan* für Personenkraftwagen. Einige Städte in Norddeutschland betreiben ihre Gasnetze bereits mit W. anstelle von Erdgas. Der W. wird insbesondere aus überschüssigem Windstrom hergestellt.

Winterkorn, Martin

Unabhängiger Automobilexperte; ehemals Chef des Volkswagen*-Konzerns (geboren 1947). Nach seinem Ausscheiden bei Volkswagen* 2015 im Zuge des sog. Abgas-Skandals versuchte sich W. zunächst als Start-up-Unternehmer in der Autobranche. Jedoch scheiterte er mit mehreren Projekten (u.a. "Future Diesel Motors", "Intelligent Software Devices"), da er keine Mitarbeiter für seine geplanten Firmen fand (Zitat W.: "Die hatten alle Angst vor mir"). Rehabilitierte sich schließlich als Gründungsrektor und einziger Dozent der Privatuniversität Fallersleben (Schwerpunkt: Oldtimer-Rabattstudien). Gefragter Talkshow-Gast.

Wolfsburg

Mittelstadt (92.531 Einwohner) im Osten des Bundeslandes Niedersachsen. W. zählt zum Rostgürtel Norddeutschlands, der stark unter dem Strukturwandel in der Automobilindustrie leidet. Doch W. macht aus der Not eine Tugend: Mit massiver Finanzhilfe der Europäischen Union erfindet sich die Stadt als Metropole für die Pferdezucht neu. In der ehemaligen Volkswagen*-Werkshalle 12 ist die weltgrößte Zuchtstation untergebracht. Kaltblüter aus W. entwickeln sich zu einem gefeierten Exportschlager.

X-Klasse (Mercedes)

Der Stern glänzt wieder: Mercedes hat eine neue Luxusklasse erfunden - und dabei das Fachwissen im Lkw-Bau genutzt

Der Stern glänzt wieder: Mercedes hat eine neue Luxusklasse erfunden - und dabei das Fachwissen im Lkw-Bau genutzt

Foto: PHILIPPE HUGUEN/ AFP

X-Klasse (Mercedes)

Prestige-Produktlinie des Spezialautomobil-Herstellers Mercedes, gehört zum stark wachsenden Segment der Luxus Utility Vehicles (LUVs). Diese basieren auf Erfahrungen im Lkw- und Panzerbau. Mit einer Länge von 8,50 Metern und einer Breite von 2,80 Metern verbinden die Wagen die Vorzüge von Luxuslimousinen und Wohnmobilen. Dank hochempfindlicher Assistenzsysteme können Insassen des Wagens während der Fahrt beispielsweise ein Bad nehmen oder eine Partie Tischtennis spielen.

Yoga-Sitz

Prototyp des Yogasitzes: Neigewinkel von 90 Grad als Standard

Prototyp des Yogasitzes: Neigewinkel von 90 Grad als Standard

Foto: Daimler

Yoga-Sitz

Der Y. war das beliebteste Zubehör für Automobile des Jahres 2029. Seine Lehne lässt sich um 90 Grad senken, so dass sie zusammen mit der Sitzfläche eine Ebene (Matte) bildet. Fitness und Meditation im Auto gehören zu den wichtigsten Trends in der Branche.

Zetsche, Dieter

Hobby zum Beruf gemacht: "Pferde-Zar" Dieter Zetsche

Hobby zum Beruf gemacht: "Pferde-Zar" Dieter Zetsche

Foto: © Ralph Orlowski / Reuters/ REUTERS

Zetsche, Dieter

PS-Großunternehmer, ehemals Chef des Automobilkonzerns Daimler* (geb 1953). Z. sattelte nach seinem Ausscheiden bei Daimler im Jahr 2019 um - im wahrsten Sinn des Wortes: Der passionierte Reiter investierte seine Abfindung in mehrere Dutzend Pferdehöfe und zog mit EU-Hilfen in Deutschlands größte Pferdezuchtstation in Wolfsburg* hoch. Z. ließ sämtlichen seiner Pferde bereits im Jahr 2023 GPS-Sender einpflanzen.

Ein von Zetsche gefördertes Start-Up-Unternehmen entwickelte eigene Navigationsgeräte sowie Software, die bei Wettritten exakte Daten über Position und Reitverhalten der Gegner ermittelte. Zuletzt ließ Z. neue Sättel testen, die mit Elektroimpulsen Pferde lenken sollen. Im Jahr 2033, so meinte Zetsche, will er serienreife Lösungen für das autonom gelenkte Pferde präsentieren. Sein Leitspruch: "Ich kann auch mit einem PS glücklich sein".

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