Dienstag, 10. Dezember 2019

mm.de-Autolexikon der Zukunft So fahren wir im Jahr 2030 Auto

Was bringt die Zukunft des Automobils? Das Autolexion von manager magazin online für das Jahr 2030 gibt Auskunft!

5. Teil: Daimler; Dieselmotor; Dobrindt, Alexander

Daimler

Daimler-Konzernzentrale: "Das Autonomste oder nichts"

Deutscher Auto- und Mobilitätsanbieter; im Pkw- und Lkw-Bereich auf Autopilot-Fahrzeuge spezialisiert. Hat sich unter seinem seit 2019 amtierenden CEO, dem Schweden Ola Källenius, zum kooperationsfreudigsten der deutschen Autokonzerne gewandelt: Sein CarDating*-Geschäft betreibt Daimler im Joint-Venture mit BMW* und Audi (B-Here). Neue Batterien* und Brennstoffzellen entwickelt ein mit Toyota und Ford gegründeter Forscherverbund.

Die Marke Mercedes soll künftig nur mehr große, besonders luxuriöse, selbstfahrende Autos anbieten (aktueller Claim: "Das Autonomste oder nichts", siehe X-Klasse*). Deshalb haben die Stuttgarter kürzlich ihr profitabelstes Nebengeschäft umbenannt: Die unternehmenseigene Erlebnis- und Eventcafe-Kette heißt nun "M-Experience". Hervorgegangen ist sie aus den Mitte der 2010-Jahre entstandenen Innenstadt-Stores namens "mercedes me".

Dieselmotor

Prestigeträchtiger Spezialantrieb, der sich insbesondere im britischen Landadel und bei ostdeutschen Tuning-Clubs großer Beliebtheit erfreut. Trotz extrem hoher Kosten nicht totzukriegen - Qualm, Ruß und Lärm gehören für viele Fans einfach zum Autofahren dazu. Die Fahrzeuge dürfen allerdings nicht mehr in Siedlungsgebieten fahren und in geschlossenen Garagen parken. Der Fallerslebener Auto-Experte Martin Winterkorn* erwartet ein großes Comeback des D. auf dem Massenmarkt, sobald die Abtrennung und Speicherung von Kohlendioxid* am Auspuff weitere Fortschritte macht.

Ein Bild aus glücklichen Tagen: Alexander Dobrindt, Chef des Königlich-Bayerischen Kraftfahrt-Amts (KBKA)
Getty Images
Ein Bild aus glücklichen Tagen: Alexander Dobrindt, Chef des Königlich-Bayerischen Kraftfahrt-Amts (KBKA)

Dobrindt, Alexander

Chef des Königlich-Bayerischen Kraftfahrt-Amts (KBKA) und ehemaliger deutscher Verkehrsminister (geb. 1970). Nach dem Ausschluss Bayerns aus der Bundesrepublik (2025) setzt D. auf seinem neuen Posten nun in abgewandelter Form zahlreiche Projekte um, für die er und Ex-Ministerpräsident Horst Seehofer in der Bundesrepublik keine Mehrheit fanden.

So gilt in Bayern eine Maut für Autofahrer, die keine Tracht tragen. Wer Tracht trägt, muss zunächst auch zahlen, bekommt für den nächsten Kauf von Dirndl oder Lederhose aber eine Rabattgutschrift in gleicher Höhe. Sie wird mit der Mehrwertsteuer verrechnet.

Zudem wird der unwirtschaftlich gewordene individuelle Autobesitz mit einem monatlichen Fahrzeug-Betreuungsgeld gefördert, im Volksmund "Garagenprämie" genannt. D. begründete die Prämie mit "mehr Wahlfreiheit" in Sachen Mobilität.

© manager magazin 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung