Weniger Beschäftigte Teilemangel kostet Jobs in der Autoindustrie

Zu wenig Bauteile, zu wenig Halbleiter – die Verzögerungen in den Lieferketten schlagen nun auch auf die Beschäftigungszahlen durch.
Jedes Teil zählt: Automontage im Porsche-Werk

Jedes Teil zählt: Automontage im Porsche-Werk

Foto: Marijan Murat/ dpa

Der Mangel an Halbleitern und weiteren Bauteilen hat auf die Beschäftigung in der deutschen Autoindustrie durchgeschlagen. In den größeren Betrieben der Branche waren zum Ende vergangenen Jahres 2,1 Prozent weniger Menschen beschäftigt als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag berichtete. Das war zusammen mit der Metallverarbeitung der schlechteste Wert innerhalb des verarbeitenden Gewerbes.

Einen Anstieg der Beschäftigtenzahl gab es in der Chemie, bei der Herstellung von elektronischen und optischen Geräten sowie bei der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (plus 4,3 Prozent). Hier wirkte allerdings der Sondereffekt, dass 2021 an vielen Schlachthöfen Leiharbeitsverhältnisse in feste Jobs umgewandelt wurden und nun statistisch nicht mehr als Dienstleistung, sondern als Industriejobs geführt werden.

Unter dem Strich ging 2021 die Zahl der Beschäftigten in Betrieben mit mehr als 50 Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent auf 5,5 Millionen Personen zurück. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 waren es zum Jahresende sogar 3,0 Prozent weniger Menschen in der Industrie.

hr/DPA
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