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Steuermilliarden für Elektroautos Wie die Autoindustrie bei der Mobilitätswende abkassiert

Klimaschutzgesetz, Abgasgrenzwerte, Sorge vor den Grünen: Die Autobranche sieht sich gequält von einer ökobeseelten Staatsmacht. Dabei wird sie noch Jahre von den Subventionen profitieren.
aus manager magazin 7/2021
Rekordchef: Daimler-Boss Ola Källenius fuhr im ersten Quartal die höchste Mercedes-Rendite in diesem Jahrtausend ein: 15 Prozent, trotz 10 Prozent Elektroanteil.

Rekordchef: Daimler-Boss Ola Källenius fuhr im ersten Quartal die höchste Mercedes-Rendite in diesem Jahrtausend ein: 15 Prozent, trotz 10 Prozent Elektroanteil.

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Robert Brembeck / DER SPIEGEL

"Wie eine Praktikantin, die die Welt retten will." Die Kandidatin fürs Bundeskanzleramt hat dem Vorstand des Automobilverbands VDA am 20. Mai ihre politischen Ziele präsentiert, und ein Teilnehmer urteilt vernichtend. Fahrig habe die grüne Parteichefin Annalena Baerbock (40) gewirkt, angeschlagen vielleicht noch von der Nachrichtenlage. Tags zuvor war bekannt geworden, dass Baerbock den Bundestagsfinanzern ein Extragehalt nachgemeldet hat; die öffentliche Aufregung ist groß.

Die Elite der deutschen Autoindustrie ist zugeschaltet an diesem Abend zur Videokonferenz: Volkswagen-Chef Herbert Diess (62) genauso wie Daimler-Kollege Ola Källenius (52), Oliver Zipse (57) von BMW und die Vorsitzenden der großen und kleinen Zulieferer. Die Runde ist verantwortlich für rund zwei Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und die Botschaften der Kanzlerkandidatin hinterlassen Eindruck.

Sie will die Klimaziele weiter vorziehen, US-Präsident Joe Biden (78) gebe gerade die Linie vor. Sie will die Steuern für Benzin und Diesel deutlich erhöhen, damit die Verbrenner zügig von der Straße verschwinden. Sie will Tempolimit 130 für die Autobahn. Und das Verbrennerverbot für 2030 aus dem Wahlprogramm der Grünen? Baerbock legt sich nicht auf ein Datum fest. Doch eins macht sie klar: Der Verbrennungsmotor, noch immer das Herzstück der deutschen Autoindustrie und für viele in der Runde längst nicht abgeschrieben, hat mit den Grünen keine Zukunft

Zipse zieht schließlich ein ernüchterndes Fazit. "Wir haben doch gerade von Frau Baerbock gehört, was auf uns zukommen könnte", zitiert ihn ein Teilnehmer. "Es dürfte allen klar sein, dass wir einen starken Verband brauchen."

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