Autoindustrie Continental fährt Produktion in Russland wieder hoch

Wenige Wochen nach dem Produktionsstopp in Russland nimmt der Autozulieferer Continental seine Tätigkeit in dem Land wieder auf. Die Reifenherstellung in Kaluga südwestlich von Moskau ist Ende vergangener Woche wieder angelaufen.
Seit Anfang März war Arbeit eingestellt: Conti hat das gesamte Im- und Exportgeschäft mit der Russischen Föderation wieder aufgenommen

Seit Anfang März war Arbeit eingestellt: Conti hat das gesamte Im- und Exportgeschäft mit der Russischen Föderation wieder aufgenommen

Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental hat seine Produktion in Russland wieder hochgefahren. Das Unternehmen bestätigte am Dienstag, dass die Reifenproduktion in Kaluga südwestlich von Moskau schon Ende vergangener Woche wieder angelaufen sei. "Die derzeitige Situation ist für international agierende Unternehmen wie Continental, die in Russland Produktionsstätten betreiben, äußerst komplex. So drohen unseren Mitarbeitern und Führungskräften in Russland harte strafrechtliche Konsequenzen, sollten wir darauf verzichten, die lokale Nachfrage zu bedienen", hieß es in einer Stellungnahme des Konzerns.

Conti hatte die Arbeit in Kaluga Anfang März eingestellt, ebenso wie das gesamte Im- und Exportgeschäft mit der Russischen Föderation, wie es damals hieß. Jetzt werde an dem Standort "im Bedarfsfall temporär" wieder produziert. Es gehe um eine Menge deutlich unter der früheren Auslastung des Werks. Conti verfolge mit der temporären Aufnahme der Fertigung im Reifenwerk in Kaluga "keinerlei Gewinnerzielungsabsicht".

Conti betreibt zudem Vertriebsbüros in Moskau und ist an einem Gemeinschaftsunternehmen in Tschistopol bei Kazan beteiligt, das Fahrtenschreiber für Nutzfahrzeuge endmontiert. Insgesamt beschäftigt der Dax-Konzern rund 1300 Menschen in Russland, in der Ukraine gibt es keine eigenen Standorte.

Die Kampfhandlungen müssten schnellstmöglich beendet werden, hieß es weiter in der Stellungnahme: "Continental unterstützt und befolgt alle geltenden Sanktionen sowie rechtliche Vorschriften, die in Folge des Krieges in der Ukraine verhängt worden sind."

sio/dpa