Weltgrößter Autobauer Kann Volkswagen Toyota noch den Titel entreißen?

Wegen fehlender Chips muss Toyota seine Absatzprognose zurücknehmen. Damit ist fraglich, ob die Japaner 2022 weltgrößter Autobauer bleiben. Denn Volkswagen rechnet in seiner Aufholjagd trotz aller Probleme noch mit einem Absatzplus.
Produktion bei Toyota: Der bislang weltgrößte Autobauer muss seine Produktionsprognose kappen

Produktion bei Toyota: Der bislang weltgrößte Autobauer muss seine Produktionsprognose kappen

Foto: AP/By Feng Zi/Color China Photo

Der weltgrößte Autobauer Toyota kommt wegen fehlender Elektronikchips nicht mehr um eine Kappung seiner Produktionsprognose für das Jahr herum. Weil viele Halbleiter weiter fehlen, dürfte die Produktion im November lediglich bei 800.000 Fahrzeugen liegen – damit werde auch die Produktion im laufenden Geschäftsjahr (Ende März) unter den bisher anvisierten rund 9,7 Millionen Stück landen, teilte der VW-Konkurrent am Freitag mit.

Die Japaner mit Sitz in der Stadt Toyota hatten schon in den vergangenen Monaten mehrfach die Monatsproduktion senken müssen, dabei aber das Jahresziel bisher beibehalten. Im November muss die Fertigung an zahlreichen Linien vorübergehend unterbrochen werden, weil Teile fehlen.

Ob Toyota vor dem Volkswagen-Konzern in diesem Kalenderjahr weltgrößter Autobauer bleibt, könnte damit wieder spannend werden. Die Wolfsburger planen dieses Jahr trotz des bisherigen Rückgangs noch mit einem Plus bei den Auslieferungen von 5 bis 10 Prozent – das wären am oberen Ende nahezu 9,8 Millionen Fahrzeuge. Allerdings lag VW auch nach neun Monaten mit seinen Verkäufen von knapp 6,1 Millionen Stück hinter Toyota – die Japaner hatten bereits nach dem August seit Jahresbeginn knapp 6,3 Millionen Fahrzeuge verkauft.

In Europa erholte sich der Automarkt zuletzt, bleibt aber nach neun Monaten trotz jüngster Zuwächse noch unter dem Vorjahresabsatz. Die Autohersteller weltweit werden wohl auch im kommenden Jahr noch mit einem Chipmangel zu kämpfen haben, wie kürzlich eine Studie die weitere Entwicklung einschätzte. Dies dürfte sich vor allem auf die Produktion auf Elektroautos auswirken, in denen bei marktüblichen Modellen im Schnitt zwischen 5000 und 7000 Chips stecken.

rei/Reuters
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