Audi und Porsche am Start Volkswagens Formel-1-Einstieg rückt näher

Audi und Porsche kommen ihrem Ziel, demnächst in der Formel 1 mitzufahren, immer näher. Insidern zufolge entscheidet in Kürze Volkswagens Aufsichtsrat über das Thema – eine Zustimmung erscheint wahrscheinlich.
Bald im Porsche unterwegs? Die Sportwagentochter von Volkswagen will Insidern zufolge eine lange Partnerschaft mit Red Bull von Weltmeister Max Verstappen eingehen

Bald im Porsche unterwegs? Die Sportwagentochter von Volkswagen will Insidern zufolge eine lange Partnerschaft mit Red Bull von Weltmeister Max Verstappen eingehen

Foto: IMAGO/HOCH ZWEI / IMAGO/HochZwei

Volkswagen wird Insidern zufolge nach langem internen Ringen nächste Woche wahrscheinlich den Einstieg in den Rennzirkus Formel 1 beschließen. Am nächsten Donnerstag wird der Aufsichtsrat nach Informationen des manager magazins darüber beraten, ob sich Porsche und Audi 2026 der Formel 1 anschließen. Es gilt als wahrscheinlich, dass das Gremium diesem Vorhaben zustimmen wird, ist aus Kreisen des Aufsichtsrats zu erfahren. Damit sei allerdings noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Diese hänge vielmehr noch von Regeländerungen des Dachverbandes FIA ab. Zudem seien auf Seiten der möglichen Partner-Teams von Porsche und Audi noch keine finalen Entscheidungen gefallen.

Ähnliche Informationen erhielt auch die Nachrichtenagentur Reuters und die Website Business Insider. Volkswagen lehnte einen Kommentar ebenso ab wie die beiden Konzernmarken. Das manager magazin hatte bereits vor einigen Monaten ausführlich über die Pläne der beiden Volkswagen-Töchter, in die Formel 1 einzusteigen, berichtet .

Im Konzernvorstand und den Aufsichtsräten von Porsche und Audi war Konzernkennern zufolge bereits mit "Wohlwollen" darüber beraten worden. Laut einem Insider will sich die Ingolstädter VW-Tochter die Übernahme von McLaren eine halbe Milliarde Euro kosten lassen, berichtet Reuters. Porsche wolle eine langjährige Partnerschaft mit Red Bull eingehen.

Zuletzt hatte Porsche-Chef Oliver Blume (53) bei der Bilanzpräsentation vor knapp zwei Wochen auf Journalistenfragen geantwortet, der Sportwagenbauer prüfe einen Formel-1-Einstieg. Beratungsbedarf gibt es offenbar noch, weil der Ukraine-Krieg das alles beherrschende Thema ist. Die Entscheidung fällt außerdem mitten in die Vorbereitungen für einen Börsengang von Porsche , den Volkswagen Ende des Jahres anpeilt. Bei der Formel 1 handele es sich allerdings um ein langfristiges Engagement, dessen Beginn erst in einigen Jahren anstehe.

Den Weg dafür hatte der Motorsport-Weltverband FIA im Dezember mit dem neuen Regelwerk für umweltfreundlichere Antriebe ab 2026 bereitet. Der Insider sagte, Porsche wolle eine auf zehn Jahre angelegte exklusive Partnerschaft mit Red Bull von Weltmeister Max Verstappen (24) eingehen und plane dafür einen "deutlich dreistelligen Millionen-Betrag" ein. Audi wolle für 500 Millionen Euro den britischen Luxussportwagenbauer McLaren übernehmen, zu dem der gleichnamige Rennstall gehört. Für das Engagement würden zudem etwa 70 Millionen Euro fällig. Gegenüber McLaren sei bereits eine Absichtserklärung abgegeben worden. Der britische Sportwagenbauer war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Ganz oben auf der Tagesordnung des Aufsichtsrats von Volkswagen stehen am Donnerstag nächster Woche Beratungen über die Auswirkungen des Ukraine-Krieges. Das Gremium solle auf den neuesten Stand bei der Versorgung mit Energie, Rohstoffen und Zulieferteilen gebracht werden, sagten zwei der Insider.

cr/Reuters