Formel E statt Langstrecken-WM Kostendruck - Audi gibt Rennen in Le Mans auf

Audi R18 E-Tron Quattro: Zweimal gewann der Hybrid-Rennwagen das 24-Stunden-Rennen von Le Mans

Audi R18 E-Tron Quattro: Zweimal gewann der Hybrid-Rennwagen das 24-Stunden-Rennen von Le Mans

Foto: Andrew Hone/ Getty Images

Nach 18 Jahren verabschiedet sich Audi aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC und steigt damit auch bei den 24 Stunden von Le Mans aus. Der deutsche Hersteller gab am Mittwoch die Neuausrichtung seiner Motorsport-Strategie bekannt. Audi steigt dafür in die rein-elektrische Rennserie Formel E ein.

Zuvor war Audi-Chef Rupert Stadler vor die rund 300 Mitarbeiter der Motorsport-Abteilung getreten. Als Grund verwies er dabei auf die aktuellen Belastungen für die Marke im Abgasskandal.

Es sei jetzt wichtig, auf das zu fokussieren, was Audi in den kommenden Jahren wettbewerbsfähig halte. "Das Rennen um die Zukunft tragen wir elektrisch aus", sagte Stadler. Unangetastet bleibt das Engagement in der DTM. Laut "Handelsblatt" könne Audi mit dem Ausstieg aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft rund 300 Millionen Euro im Jahr einsparen. Zu dieser Summe äußerte sich der Autobauer nicht.

Seit 1998 gelangen Audi insgesamt 13 Siege bei den 24 Stunden von Le Mans. Bei 185 Renneinsätzen erzielten die Audis 106 Siege, 80 Pole-Positions und 94 schnellste Rennrunden.

Zweimal gewannen die Hybrid-Rennwagen R18 e-tron quattro die FIA-Langstrecken-WM. Von 2000 bis 2008 sicherte sich Audi neunmal in Folge den Titel in der American Le Mans Series, die in dieser Zeit weltweit bedeutendste Rennserie für Le-Mans-Prototypen. Vor zwei Jahren war mit Porsche eine weitere Marke aus dem VW-Konzern in die Langstrecken-WM eingestiegen.

rei/dpa/Reuters

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