Donnerstag, 20. Juni 2019

Neuer Audi-Chef erhöht den Druck auf die Belegschaft "Tabuthemen darf es nicht geben"

Will den Umbau vorantreiben: Audi-Chef Bram Schot hat sich in einem Schreiben an seine Beschäftigten gewandt

Der neue Audi Börsen-Chart zeigen -Chef Bram Schot macht beim Umbau der VW-Tochter Druck: " Audi muss effizienter entwickeln, produzieren und wirtschaften", schrieb Schot an die Beschäftigten. "Tabuthemen darf es nicht geben", heißt es in dem Schreiben, das der dpa vorliegt.

Dabei soll auch die Größe der Belegschaft auf den Prüfstand: Man wolle in Gesprächen mit dem Betriebsrat "die Zahl der direkten und indirekten Mitarbeiter unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung genau unter die Lupe nehmen" sowie "die Vergabe der Fahrzeugprojekte und Werkbelegungen genau anschauen" und die "Produktionskapazitäten standortspezifisch optimieren". Zuvor hatte die "Heilbronner Stimme" (Samstag) darüber berichtet.


Lesen Sie auch:

Morgendämmerung bei Audi, Nachtschicht soll wegfallen Sanierungsfall Audi: Wie Bram Schot die Wende schaffen will


An die Beschäftigten appellierte Schot: "Wir erwarten dabei von allen Audianern, dass sie ihren Beitrag leisten und sich konsequent qualifizieren. Es führt kein Weg daran vorbei, dass wir unsere Personalstruktur überdenken. Gleichzeitig müssen wir die Managementstruktur und Organisation straffen." Audi beschäftigt nach früheren Angaben in Ingolstadt rund 44.000, im württembergischen Neckarsulm rund 17.000 Mitarbeiter. Für die beiden deutschen Standorte gilt derzeit eine Beschäftigungsgarantie bis Ende 2025.

dpa-afx

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung