Donnerstag, 25. April 2019

EXKLUSIV Audi-Chef Schot steuert um Audi verschärft Sparprogramm und will Stellen streichen

Mehr sparen, mehr Elektro und mehr Stellenabbau: Audi-Chef Bram Schot will Audi aus der Krise führen

Der neue Audi-Chef Bram Schot (57) will das Unternehmen mit einem radikalen Veränderungsprogramm aus der Krise steuern. Schot verschärfe gleichzeitig das Sparprogramm und die Elektropläne des Autoherstellers, berichtet das manager magazin (Erscheinungstermin: 25.1.). Der Vorstand wolle auch Personal abbauen, heißt es im Unternehmen. Schot und auch Finanzvorstand Alexander Seitz (56) analysierten den aktuellen Zustand von Audi sehr kritisch. "Wir müssen den Sense of Urgency schärfen", sagte Schot dem manager magazin, "wir müssen schneller entscheiden und mehr riskieren".


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Schot und Seitz wollen bis 2022 addiert 15 Milliarden Euro einsparen. Sie packen damit fünf Milliarden Euro auf den noch unter dem langjährigen Vorstandschef Rupert Stadler (55) ausgearbeiteten Angriffs- und Transformationsplan. "Wir müssen noch einmal optimieren", sagte Seitz dem manager magazin. Ohne ein ordentliches Sparprogramm würde Audis Umsatzrendite in den kommenden Jahren gegen die Nulllinie laufen. Das machte Schot in Runden bei der Konzernmutter Volkswagen in Wolfsburg klar.

Sparen wollen die Vorstände auch beim Personal, berichtet das manager magazin. Frei werdende Stellen sollten in Zukunft nicht mehr neu besetzt werden, heiße es in Ingolstadt. Das seien in der Regel rund 3 Prozent des Personals. Die Ersparnisse ermöglichten zusätzliche Investitionen, unter anderem in die Elektromobilität.

Audi geht bislang davon aus, dass 2025 rund 800.000 Autos mit rein elektrischen oder Plugin-Antrieben verkauft werden. Die internen Pläne liegen jedoch zum Teil deutlich höher. "Wir werden mehr machen", sagte Finanzchef Seitz. Offensive Szenarien sähen schon 2024 eine Elektrifizierungsquote von 50 Prozent, heißt es im Unternehmen.

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