Freitag, 18. Oktober 2019

ADAC-Manipulationsskandal BMW, VW und Daimler geben 40 "Gelbe Engel" zurück

Deutschlands Autopreise: Gelbe Engel und goldene Lenkräder
DPA

40 "Gelbe Engel" gehen dem ADAC in der kommenden Woche zu: Allesamt Auszeichnungen, die der Automobilclub den Herstellern BMW, VW und Daimler verliehen hat - und die nach dem Manipulationsskandal wertlos geworden sind.

Berlin - Wegen der Manipulationen beim ADAC-Autopreis wollen die Autokonzerne BMW, Daimler und Volkswagen in der kommenden Woche insgesamt 40 "Gelbe Engel" zurückgeben.

Bei BMW Börsen-Chart zeigen handele es sich um 10, bei Volkswagen Börsen-Chart zeigen um 19 und bei Daimler Börsen-Chart zeigen um 11 Preise, berichtete die Zeitung "Bild am Sonntag" unter Berufung auf Sprecher der Unternehmen. "Durch die nun nachgewiesenen Manipulationen bei der Stimmenauswertung hat der 'Gelbe Engel' des ADAC seine Glaubwürdigkeit verloren", sagte ein BMW-Sprecher.

Grund sind massive Manipulationen durch den ADAC bei der Wahl zum Lieblingsauto der Deutschen. Laut einer Untersuchung der Wirtschaftsprüfergesellschaft Deloitte wurde bei der Wahl 2014 nicht nur die Teilnehmerzahl manipuliert, sondern auch die Rangfolge der Modelle.

Es gebe zudem "klare Anhaltspunkte" dafür, dass ähnliche Veränderungen auch in den Vorjahren vorgenommen worden seien.ADAC-Präsident Peter Meyer trat wegen des Skandals zurück.

ts/rtr/afp

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