Minus 19 Prozent im Coronajahr 2020 Nutzfahrzeug-Markt bricht ein - aber weniger stark als Pkw-Markt

Der Nutzfahrzeug-Verkauf in der EU ist im Corona-Jahr um 19 Prozent eingebrochen. Besonders hart traf es den Absatz von Schwer-Lkw. Insgesamt gingen die Verkäufe aber weniger stark zurück als im Pkw-Markt.
Da brummte nichts: In der EU gingen die Verkäufe von schweren Lkw über 16 Tonnen um 27 Prozent zurück

Da brummte nichts: In der EU gingen die Verkäufe von schweren Lkw über 16 Tonnen um 27 Prozent zurück

Foto: Juan Carlos Rojas/ dpa

Die Corona-Krise hat 2020 die Neuzulassungen bei Nutzfahrzeugen in Europa einbrechen lassen. Mit 1,7 Millionen Stück kamen 18,9 Prozent weniger Lastwagen oder Busse auf die Straßen als vor Ausbruch der Pandemie, wie aus Daten des Branchenverbandes ACEA hervorgeht. Alle europäische Länder verzeichneten dabei deutliche Rückgänge; von den großen Märkten war Spanien mit einem Minus von gut einem Viertel am stärksten betroffen.

Besonders stark war die Zurückhaltung der Unternehmen, wenn es um große Lastwagen ging: In der Kategorie über 16 Tonnen lag der Rückgang bei 27,3 Prozent und damit höher als bei den leichteren Lastwagen über 3,5 Tonnen (25,7 Prozent) und den Kleinlastern unter 3,5 Tonnen (17,6 Prozent). Bei Bussen stand ein Rückgang von 20,3 Prozent zu Buche.

Die Volkswagen-Tochter Traton profitierte zuletzt von einer anziehenden Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte und schaffte einen kleinen operativen Gewinn.

Der Absatzeinbruch von 19 Prozent im Nutzfahrzeuggeschäft fiel aber weniger stark aus als im Pkw-Bereich: Da war das Corona-Jahr schlimmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1990. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Neuzulassungen für Pkw im Jahr 2020 um fast 24 Prozent auf 9,42 Millionen Fahrzeuge.

Die zwei Corona-Wellen mit Lockdown-Phasen haben 2020 besonders im Pkw-Bereich starke Bremsspuren in der Statistik hinterlassen. Zudem sorgte die große Verunsicherung der Kunden durch die schweren wirtschaftlichen Folgen für eine klare Kaufzurückhaltung. In Deutschland brach der Markt im Jahresvergleich um knapp ein Fünftel ein.

wed/Reuters