Freitag, 3. April 2020

VW, BMW und Daimler bauen Marktanteile aus Autoabsatz in der EU steigt dank Schlussspurt

In Europa haben die Kunden vor allem letzten Monat des Jahres 2019 deutlich mehr Autos gekauft
Jörg Sarbach/dpa
In Europa haben die Kunden vor allem letzten Monat des Jahres 2019 deutlich mehr Autos gekauft

Ein kräftiges Plus bei den Pkw-Neuzulassungen im Dezember hat in der EU für eine positive Jahresbilanz gesorgt. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt gut 15,3 Millionen Personenwagen zugelassen und damit 1,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie der europäische Herstellerverband Acea am Donnerstag in Brüssel mitteilte.

Dafür sorgte vor allem das Plus von 21,7 Prozent auf 1,22 Millionen Neuzulassungen im Dezember. Bis November waren weniger Autos angemeldet worden als ein Jahr zuvor. Der starke Schlussspurt lag vor allem am vergleichsweise schwachen Vorjahresmonat, der deutlich von der Einführung neuer Abgas- und Verbrauchstests (WLTP) beeinträchtigt war. Viele Autohersteller waren damals schlecht vorbereitet und konnten zahlreiche Modelle nicht mehr liefern.

Deutschland als größter EU-Automarkt wies 2019 ein Plus von 5 Prozent auf, in Frankreich und besonders in Italien gab es schwächere Zuwächse. Im Vereinigten Königreich gingen die Zulassungen dagegen um 2,4 Prozent zurück. Der Markt steht unter dem Eindruck des bevorstehenden Brexit und litt lange unter der Unsicherheit rund um Austrittstermin und -modalitäten. Spanien schnitt allerdings mit einem Minus von 4,8 Prozent noch schwächer ab.

Die deutschen Autokonzerne Volkswagen Börsen-Chart zeigen , BMW Börsen-Chart zeigen und Daimler Börsen-Chart zeigen konnten ihre Zulassungen und auch den Marktanteil steigern.

Die Opel-Mutter PSA Börsen-Chart zeigen und Fiat Chrysler Börsen-Chart zeigen verzeichneten bei ihren Marken jedoch Rückgänge. Die beiden Konzerne wollen mit einer milliardenschweren Fusion künftig zusammen gegen die Flaute in der Autobranche ankämpfen. Schärfere Abgasvorgaben in Europa und hohe Kosten für neue Technik haben den Autobauern im vergangenen Jahr teils deutliche Gewinneinbußen beschert.

rei/dpa

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