Abgasskandal Strafverfolger nehmen Bosch und Porsche ins Visier

Porsche Macan Diesel: Bei Porsche gibt es Vorermittlungen gegen Mitarbeiter, bei Bosch nimmt die Staatsanwaltschaft Stuttgart drei Führungskräfte in den Blick

Porsche Macan Diesel: Bei Porsche gibt es Vorermittlungen gegen Mitarbeiter, bei Bosch nimmt die Staatsanwaltschaft Stuttgart drei Führungskräfte in den Blick

Foto: Porsche

Im Dieselskandal bei Volkswagen knöpft sich die Staatsanwaltschaft Stuttgart einzelne Mitarbeiter der Konzernmarke Porsche  und des Zulieferers Bosch vor. Es gebe Vorermittlungen gegen Mitarbeiter des Sportwagenbauers Porsche AG wegen möglicher Beihilfe zum Abgasbetrug, sagte ein Sprecher der Strafverfolger am Donnerstag. Bisher sei allerdings kein formelles Ermittlungsverfahren eingeleitet worden.

Bei Bosch ermittle die Staatsanwaltschaft bereits gegen drei namentlich bekannte Führungskräfte mit Personalverantwortung. Der ranghöchste von ihnen arbeite im mittleren Management, sagte der Behördensprecher und bestätigte damit Informationen der "Wirtschaftswoche". Auch hier gehe es um den Verdacht der Beihilfe zum Betrug bei Volkswagen  .

Bosch erklärte, man nehme die Vorwürfe der Abgasmanipulation sehr ernst und kooperiere mit den Behörden, wegen der laufenden Ermittlungen wolle man Details nicht kommentieren. Bei Porsche war zunächst kein Kommentar zu erhalten.

Wegen der von Volkswagen eingestandenen Abgasmanipulationen gehen mehrere Staatsanwaltschaften der Frage nach, ob dabei gegen Strafgesetze verstoßen wurde. Parallel fordern Kunden und Anleger mit zahlreichen Zivilklagen Geld von Volkswagen.

la/reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.