Freitag, 21. Februar 2020

Autoabsatz Daimler mit Verkaufsrekord in den USA

Mercedes-Chef Dieter Zetsche: Comeback in den USA

Beflügelt von einem Verkaufsrekord wähnt sich Daimler in den USA auf der Überholspur. Der US-Absatz zog um mehr als 12 Prozent an - vor allem dank des neuen Coupes CLA. Für die großen US-Hersteller Ford, Chrysler und GM fiel das Wachstum im Dezember verhaltener aus.

New York - Nachdem die Stuttgarter 2013 gut 343.600 Autos verkauft und ihren Absatz damit um 12,6 Prozent gesteigert haben, kündigte US-Chef Steve Cannon am Freitag für 2014 "ein weiteres phänomenales Jahr" an. Vor allem das neue Coupe CLA, das Daimler Börsen-Chart zeigen erst seit 2013 verkauft, gab der Marke Mercedes-Benz einen Schub. Außerdem legten die Geländelimousinen der Schwaben deutlich zu. Sie machen etwa ein Drittel des US-Absatzes aus.

Im vergangenen Monat hatte Daimler mit Pkw und leichten Transportern insgesamt knapp 36.700 Wagen abgesetzt, ein Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Dezember 2012. Ohne die Sprinter-Transporter und die Marke Smart kam die Kernmarke Mercedes-Benz auf gut 33.000 Autos und legte damit um gut 17 Prozent zu

In gut einer Woche stellen die Stuttgarter auf der Automesse in Detroit ihre neue C-Klasse vor, von der sie sich weitere Wachstumsimpulse erhoffen.

US-Hersteller verkaufen zum Jahresende weniger als erwartet

Die vier größten Autohersteller auf dem US-Markt haben im Dezember unterdessen weniger Fahrzeuge verkauft als von Experten erwartet. Wegen des Vier-Tage-Wochenendes zu Thanksgiving Ende November hätten offenbar viele den Autokauf vorgezogen, vermutete Ford -Verkaufschef John Felice am Freitag. Chrysler machte Eis und Schnee in Teilen des Landes im Dezember für stockende Verkäufe verantwortlich.

Die absatzstärksten Unternehmen in den USA sind neben Ford Börsen-Chart zeigen und Chrysler General Motors Börsen-Chart zeigen und Toyota Börsen-Chart zeigen . Dennoch ist das abgelaufene Jahr für die Branche das beste seit 2007. Die Autoverkäufe gelten als Frühindikator für die Ausgabefreudigkeit der Verbraucher.

General Motors verkaufte im Dezember 6 Prozent weniger Autos, Analysten hatten mit einem leichten Zuwachs gerechnet. Ford konnte seinen Absatz zwar um zwei Prozent steigern, blieb aber ebenfalls unter den Expertenerwartungen.

Die Verkäufe von Toyota-Fahrzeugen gaben 1,7 Prozent nach, Analysten hatten mit einem leichten Anstieg gerechnet. Und selbst Chrysler verpasste mit einem Anstieg von sechs Prozent knapp die Expertenerwartungen.

Volkswagen-Absatz geht im Dezember zurück

Auch für Volkswagen lief es nicht rund: Der Absatz brach um 22,7 Prozent ein. Audi steigerte seine Verkäufe im Dezember um 14,6 Prozent. Üblicherweise gehört Weihnachten zu den umsatzstärksten Tagen bei den Autohändlern.

Im Gesamtjahr dürften nach GM-Schätzungen in den USA mit 15,6 Millionen Autos acht Prozent mehr verkauft worden sein als im Vorjahr. Experten hatten mit 16 Millionen gerechnet. dennoch war es das beste Jahr seit 2007 vor Beginn der Rezession als 16,1 Millionen Autos verkauft wurden. Auf dem Höhepunkt der Rezession 2009 ging die Zahl auf 10,4 Millionen zurück.

la/dpa-afx/reuters

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