Samstag, 19. Oktober 2019

Mercedes-Vertrieb Daimler strickt Filialnetz um

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Daimler

Millionenminus trotz Milliardenumsatz: Daimler zürnt mit seinen Niederlassungen. Der Mercedes-Produzent will Standorte zusammenlegen oder schließen - und auch ein Private-Equity-Fonds könnte ins Spiel kommen.

Stuttgart - Daimler sucht einem Pressebericht zufolge nach einer Lösung für sein defizitäres deutsches Niederlassungsnetz. Wie die Branchenzeitung "Automobilwoche" berichtet, sollen einzelne Niederlassungen verkauft, andere zusammengelegt und kleinere Standorte geschlossen werden.

Geprüft werde auch die Zentralisierung von Verwaltungsfunktionen. Ein Private-Equity-Fonds erwäge, ein Angebot für wesentliche Teile des Niederlassungsnetzes vorzulegen. Auch der US-Autohändler Penske Automotive wird als Kaufinteressent gehandelt.

"Der Vorstand will die Struktur des deutschen Vertriebs verändern", zitiert die Zeitung einen Arbeitnehmervertreter. Ein Konzept, das den kompletten Verkauf der Niederlassungen vorsehe, gebe es derzeit jedoch nicht.

Die 35 Niederlassungen mit 140 Betrieben und 16.000 Mitarbeitern haben dem Bericht zufolge 2012 bei annähernd zehn Milliarden Euro Umsatz einen Verlust von 45 Millionen Euro eingefahren. Damit die Pkw-Sparte von Daimler die vom Konzern angestrebte Umsatzrendite von zehn Prozent erreichen könne, müssten die Niederlassungen internen Berechnungen zufolge jedoch eine Marge von drei Prozent abwerfen, schreibt das Blatt.

ts/dpa-afx

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