Dienstag, 17. September 2019

US-Automarkt Amerikas Pkw-Boom stützt deutsche Hersteller

6,3 Prozent Zuwachs: Daimler-Chef Dieter Zetsche auf der Detroiter Motorshow

Der US-Automarkt wird zur Stütze für den Absatz der deutschen Pkw-Hersteller. Von der Erholung des US-Häusermarktes und dem inzwischen hohen Durchschnittsalter von US-Fahrzeugen profitieren VW, BMW, Porsche und Co. mit zum Teil zweistelligen Wachstumsraten.

Detroit - Amerikaner greifen beim Autokauf wieder zu. Vor allem Geländewagen und Pick-Up-Trucks waren im März gefragt, wie die US-Konzerne General Motors Börsen-Chart zeigen und Ford Börsen-Chart zeigen am Dienstag berichteten. GM verkaufte auf dem Heimatmarkt fast 246.000 Fahrzeuge - 6,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Ford steigerte den Absatz um 5,7 Prozent auf gut 236.000 Autos und Pick-Ups.

Beim kleineren Wettbewerber Chrysler betrug das Plus 5 Prozent. Der mit Fiat verbundene Autobauer übergab knapp 172.000 Wagen an die Kunden.

Volkswagen Börsen-Chart zeigen steigerte die Auslieferungen um 3,1 Prozent auf 37.700 Stück.Toyota Börsen-Chart zeigen konnte die Verkäufe lediglich um ein Prozent auf gut 205.000 Stück steigern.

Auch Audi Börsen-Chart zeigen steigerte seinen Absatz mit einem Zuwachs um 14,4 Prozent auf 13.300 deutlich. Vor allem die SUV-Modelle Q5 und Q7 kurbeln beim Oberklassehersteller weiter den Absatz in den USA an. Bei Mercedes Börsen-Chart zeigen und Smart betrug das Plus 6,3 Prozent auf 27.100 Wagen.

BMW Börsen-Chart zeigen wies mit einem Plus von 11,2 Prozent auf gut 33.100 Fahrzeuge sogar eine zweistellige Wachstumsrate aus. Dabei legte die Marke BMW mit gut 13 Prozent sogar noch etwas stärker zu, die Tochter Mini steigerte ihre Verkäufe dagegen nur um 3,5 Prozent. US-Chef Ludwig Willisch erwartet für die nächsten Monate noch mehr Schwung beim Absatz.

Porsche Börsen-Chart zeigen verkaufte 41,7 Prozent mehr. Der Sportwagenbauer wurde 3500 Autos los. In den ersten drei Monaten kommt Porsche damit auf 9.650 verkaufte Wagen - über ein Drittel mehr als im ersten Quartal 2012. Neben dem Zugpferd Cayenne legte auch die 911er-Reihe kräftig zu: Sie konnte ihren Absatz auf 990 Stück mehr als verdoppeln.

Durschschnittsalter von US-Fahrzeugen elf Jahre

Die allmähliche Erholung des US-Immobilienmarktes lässt viele Amerikaner zuversichtlicher in die Zukunft schauen. Zudem sind viele gezwungen, ihre alten Wagen zu ersetzen. Das Durchschnittsalter der Fahrzeugflotte liegt mittlerweile bei mehr als elf Jahren, so hoch wie nie zuvor.

Damit erwies sich der US-Markt einmal mehr als Stütze für die Autobauer. In Europa setzte sich die Talfahrt indes fort: In Frankreich fielen die Neuzulassungen im März um 16,4 Prozent, in Spanien wurden 13,9 Prozent weniger Autos verkauft. Im Vergleich dazu fiel das Minus in Italien, dem viertgrößten Automarkt in Europa, mit 4,9 Prozent fast moderat aus.

Auch Deutschland dürfte sich dem Absatztrend nicht entziehen können. "Die Neuzulassungen werden mindestens zweistellig fallen, vielleicht sind es im März 15 bis 16 Prozent weniger", sagte ein Branchenkenner.

krk/rtr/dpa

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