Freitag, 20. September 2019

Hedgefonds auf Rückzug Klagefront gegen Porsche bröckelt in USA

Porsche: Weniger Klagen gegen das Unternehmen in den USA anhängig

Zwölf von 32 Hedgefonds haben kalte Füße bekommen: Die Finanziers zogen ihre Klagen gegen Porsche in den USA zurück. Sie hatten Porsche vorgeworfen, in der Übernahmeschlacht mit Volkswagen Aktienkurse manipuliert zu haben. Die übrigen Kläger wollen aber durchhalten.

Stuttgart - Die Klagefront von Hedgefonds gegen die Porsche-Holding nach der Übernahmeschlacht mit VW bröckelt in den USA. Im Berufungsverfahren vor einem US-Gericht gegen die Porsche SE und ehemalige Vorstände haben 12 von 32 Hedgefonds die Segel gestrichen. Wie das Unternehmen am Mittwochabend mitteilte, haben diese Fonds ihre Berufung gegen die Abweisung ihrer Klagen mit Zustimmung der Stuttgarter zurückgenommen.

Ende Dezember hatte die Porsche SE bereits einen Teilerfolg gegen einige Hedgefonds errungen. Dabei ging es um die Frage, welches Gericht zuständig ist.

Allerdings bleiben 20 Kläger übrig. Hinzu kommen weitere Klagen, die in Deutschland vor dem Landgericht Braunschweig anhängig sind. Auch diese Verfahren sind unberührt. Die Porsche SE bekräftigte erneut, dass sie die Klagen weiterhin für unzulässig und unbegründet hält.

Vor dem New Yorker Bezirksgericht hatten Hedgefonds Schadenersatzklagen gegen die Porsche SE und zum Teil auch gegen ehemalige Vorstandsmitglieder erhoben. Sie hatten einen Schaden in Milliardenhöhe geltend gemacht. Ein US-Gericht hatte die Klagen im Dezember 2010 in erster Instanz abgewiesen. Hiergegen hatten ursprünglich 32 Kläger Berufung eingelegt.

Der kleine Sportwagenbauer hatte 2009 ursprünglich den viel größeren VW-Konzern übernehmen wollen. Doch die Stuttgarter häuften einen massiven Schuldenberg an und scheiterten im Sommer 2009 mit ihren ehrgeizigen Plänen. Volkswagen Börsen-Chart zeigen drehte daraufhin den Spieß um.

kst/dpa-afx/rtr

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