Absatzkrise Ford-Mitarbeiter müssen um Jobs bangen

Im Kampf gegen die europäische Absatzkrise muss nun auch Ford harte Sparmaßnahmen ergreifen. Der zweitgrößte US-Autobauer will in Europa mehrere hundert Arbeitsplätze streichen.
Ford-Werk in Köln: Die meisten europäischen Ford-Mitarbeiter arbeiten in Deutschland

Ford-Werk in Köln: Die meisten europäischen Ford-Mitarbeiter arbeiten in Deutschland

Foto: dapd

Köln - Der US-Autobauer Ford hat für seine europäischen Standorte ein Sparprogramm aufgelegt. Betroffen seien einige hundert Arbeitsplätze, vornehmlich in Deutschland und Großbritannien, bestätigte eine Firmensprecherin einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Beschäftigten sollen mit Abfindungen zum Ausscheiden bewegt werden.

In Deutschland, Großbritannien und im übrigen Teil Europas sollen drei Maßnahmenpakete ergriffen werden. Ziel sei es, die Personalkosten durch die Einsparung von mehreren hundert Arbeitsplätzen, durch die Einschränkung der Ausgaben für Leiharbeit und andere Dienstleistungen zu reduzieren, teilte Ford  mit. Über die genaue Zahl der betroffenen Jobs könne das Unternehmen erst in wenigen Monaten konkrete Angaben machen. Ford betonte aber, dass der Stellenabbau in allen drei Programmen auf Freiwilligkeit basiere.

Ford erwartet dieses Jahr in Europa einen Verlust von über einer Milliarde Dollar und strukturiert seine Produktion um. Schon im zweiten Quartal musste der Konzern Einbußen von 404 Milliarden Dollar hinnehmen. Im August war der Absatz von Ford in Europa um 29 Prozent eingebrochen, die gesamte Branche verzeichnete einen Rückgang um 8,5 Prozent.

Vor allem die europäische Finanzkrise hat dem Automobilsektor schwer zugesetzt. Der Absatz in der EU fiel in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um 7 Prozent. Zudem machen Ford auch die günstigerer Importe aus Südkorea zu schaffen, nachdem Europa seine Einfuhrzölle für koreanische Fahrzeuge im vergangenen Jahr gesenkt hatte. Für den zweitgrößten US-Autobauer arbeiten derzeit in Europa rund 66.000 Mitarbeiter, die größte Gruppe davon ist in Deutschland angestellt.

mg/dpa-afx/rtr/dapd
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