Absatzkrise Bosch folgt Autobauern in die Kurzarbeit

Die Autobauer Opel und Ford haben bereits Kurzarbeit angemeldet, jetzt kommt die Absatzkrise in Südeuropa auch bei den Zuliefern an. Rund 1000 Mitarbeiter von Bosch müssen deshalb in die Kurzarbeit gehen.
Bosch-Zentrale in der Nähe von Stuttgart: Die Nachfrage nach Dieselsystemen nimmt immer weiter an und zehrt an dem Umsatz des Konzerns

Bosch-Zentrale in der Nähe von Stuttgart: Die Nachfrage nach Dieselsystemen nimmt immer weiter an und zehrt an dem Umsatz des Konzerns

Foto: Bosch

Frankfurt am Main - Am Standort Bamberg würden 980 von insgesamt 7300 Beschäftigten im September und Oktober für jeweils sechs Tage in Kurzarbeit gehen, erläuterte ein Bosch-Sprecher. Darauf habe sich das Management mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft IG Metall verständigt.

Grund sei die Krise bei Dieselfahrzeugherstellern vor allem in Südeuropa, die wegen der mauen Konjunktur weniger Fahrzeuge verkauften und teilweise selbst mit Kurzarbeit und Produktionsunterbrechungen reagierten.

Ob auch in den folgenden Monaten Kurzarbeit gefahren werde, hänge von der weiteren Entwicklung der Nachfrage ab. Ansonsten seien keine weiteren Mitarbeiter im Bosch-Konzern in Kurzarbeit, betonte der Sprecher.

Bosch beschäftigt in Deutschland rund 120.000 Mitarbeiter an 80 Standorten, weltweit sind es mehr als 300.000 Beschäftigte. Wegen der Autoabsatzkrise in Europa kämpfen vor allem Massenhersteller und deren Zulieferer mit den Kosten. Bei der GM-Tochter Opel arbeiten deshalb fast 10.000 Beschäftigte im September kurz, im Kölner Werk des Konkurrenten Ford (Kurswerte anzeigen) sind es rund 4000 Mitarbeiter.

mg/rtr
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