Samstag, 19. Oktober 2019

Halbjahresrekord Asien und Amerika treiben VW-Verkäufe

Auto-Show in Peking: Wichtige Verkaufsregion für Volkswagen
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Auto-Show in Peking: Wichtige Verkaufsregion für Volkswagen

Volkswagen hat seinen Absatz im ersten Halbjahr dank guter Geschäfte in Asien und Amerika kräftig gesteigert. 4,45 Millionen Fahrzeuge der VW-Pkw- und leichten Lkw-Marken wurden zwischen Januar und Juni ausgeliefert - 8,9 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Wolfsburg - Der Autokonzern Volkswagen hat trotz der Absatzkrise in Europa seine weltweiten Verkäufe im ersten Halbjahr um rund neun Prozent auf den Rekordwert von 4,45 Millionen Stück gesteigert. Im Monat Juni betrug das Wachstum sogar 11 Prozent, wie Europas größter Autobauer am Freitag mitteilte.

"Das ist natürlich sehr erfreulich, aber für uns kein Anlass zur Euphorie", betonte Vertriebsvorstand Christian Klingler mit Blick auf die Gesamtentwicklung. Denn zugleich trüben sich die Erwartungen für den westeuropäischen Absatz wegen der schwachen Nachfrage in den Krisenstaaten weiter ein. "Wir gehen selbstbewusst ins zweite Halbjahr - aber wir gehen auch davon aus, dass die Situation in Summe schwieriger und fordernder sein wird." Indes sei Volkswagen Börsen-Chart zeigen von der Staatsschuldenkrise, in deren Folge sich viele Verbraucher mit Autokäufen zurückhalten, allein nicht abhängig, sagte Klingler. Im globalen Wettbewerb sieht der Manager den Konzern gut aufgestellt.

Vor allem in Asien läuft es für Volkswagen derzeit nach wie vor rund. Mit 1,3 Millionen Modellen wurde seit Jahresbeginn inzwischen beinahe jedes dritte Auto aus dem Konzern auf dem wichtigsten Einzelmarkt China ausgeliefert (plus 17,5 Prozent). In der gesamten Region konnte VW um 17,6 Prozent zulegen, in Indien um 10,4 Prozent.

Auch für Amerika steht ein dickes Plus in der Vertriebsstatistik. In den USA steigerte Volkswagen seine Verkäufe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 30, in ganz Nordamerika um 22,1 Prozent. In Südamerika verbuchte die VW-Gruppe 3,1 Prozent mehr Auslieferungen.

Heimatmarkt im Plus

Nur weil es auf dem deutschen Heimatmarkt mit 4,4 und in Zentral- sowie Osteuropa mit 27,3 Prozent - bei einem noch relativ geringen Volumen von 323.000 Autos - deutlich aufwärtsging, konnte für die Verkäufe in ganz Europa noch ein leichter Zuwachs von 1,8 Prozent erzielt werden. Im westlichen Teil des Kontinents fuhr VW aufgrund der lahmenden Autokonjunktur dagegen ein Minus von 5,7 Prozent ein.

Stärker als im Konzerndurchschnitt konnte die Kernmarke VW-Pkw ihr Geschäft ausbauen. Wie schon am Dienstag bekanntgeworden war, wuchs der Absatz hier zweistellig um 10,2 Prozent auf knapp 2,8 Millionen. Die Oberklasse-Tochter Audi übertraf dieses Ergebnis noch mit einem Plus von 12,3 Prozent. Ihre Rivalen BMW Börsen-Chart zeigen und die Daimler- Marke Börsen-Chart zeigen Mercedes gerieten ins Hintertreffen: Sie legten seit Januar um 8,1 und 6,5 Prozent zu.

Der tschechische Volkswagen-Ableger Skoda berichtete von 8,4, die leichten Nutzfahrzeuge meldeten insgesamt 3,7 Prozent mehr Verkäufe. Einzig die spanische Tochter Seat litt weiter besonders schwer unter der Entwicklung in ihrer Stammregion - Spanien steckt in einer bitteren Wirtschaftskrise. Ihr Absatz brach global um 12,4 Prozent ein, in Deutschland und Großbritannien gab es aber Zuwächse.

kst/afp/dpa

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