Mittwoch, 20. November 2019

Elektroautos Chinesisch-japanisches Konsortium kauft Saab

Fotostrecke: Saabs kantige Autoklassiker
DPA

Der insolvente Autobauer Saab hat nach mehreren gescheiterten Rettungsversuchen nun doch einen Käufer gefunden. Saab geht an ein chinesisch-japanisches Konsortium namens NEVS, das sich auf reine Elektroautos konzentriert.

Stockholm - Dies wurde am Mittwoch am Saab-Stammsitz in Trollhättan bekanntgegeben. Das Konsortium National Electric Vehicle Sweden (NEVS) will sich auf den Bau von Elektroautos konzentrieren. Die Gruppe vereine schwedische Ingenieurskunst, japanische innovative Technologien und einen Zugang zum chinesischen Markt, sagte Kai Johan Jiang, der Gründer des NEVS-Hauptaktionärs, der in Hongkong angesiedelten National Modern Energy Holdings. Elektroautos seien die Zukunft.

Nach Angaben des NEVS-Vorsitzenden Karl-Erling Trogen konzentriert sich die Gruppe auf reine Elektroautos. Das erste von dem Konsortium geplante Elektroauto soll auf dem Saab-Modell 9-3 basieren und voraussichtlich Ende 2013 oder 2014 präsentiert werden, sagte ein Sprecher des Konsortiums.

Über den Preis, den das Konsortium für Saab bezahlt hatte, wurde nichts bekannt. Der Deal beinhaltet auch die Saab-Töchter Saab Automobile Powertrain und Saab Automobile Tools. Nach Medienberichten war zuletzt von ursprünglich 14 Interessenten neben NEVS nur noch der chinesische Autobauer Youngman aussichtsreich im Rennen.

Saab hatte im vergangenen Dezember nach mehreren Monaten ohne Produktion und Einnahmen Insolvenz beantragt. Als Grund hatte der niederländische Unternehmenschef und Mehrheitseigner Victor Muller den Rückzug von Youngman angegeben, der Saab zuvor Unterstützung signalisiert hatte. Vorausgegangen war die Verweigerung von Produktionslizenzen durch den früheren Saab-Eigner General Motors in den USA

rei/dpa-afx

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