Absatzstatistik Chinesen und Amerikaner kaufen mehr VW

Immer mehr Chinesen und Amerikaner stellen sich einen VW in die Garage. Das treibt die Verkaufszahlen von Volkswagen an. In Westeuropa dagegen laufen die Geschäfte schlecht. Der Autobauer will jetzt seine Produktionskapazität in China um ein Viertel auf vier Millionen Autos im Jahr erhöhen.
Plus 36 Prozent: VW hat in den USA seinen Pkw-Absatz in den ersten fünf Monaten überdurchschnittlich gesteigert

Plus 36 Prozent: VW hat in den USA seinen Pkw-Absatz in den ersten fünf Monaten überdurchschnittlich gesteigert

Foto: DPA

Frankfurt am Main - Insgesamt steigerte Volkswagen  den Absatz seiner Kernmarke VW Pkw in den ersten fünf Monaten des Jahres um 9,4 Prozent auf 2,3 Millionen Fahrzeuge. Im Mai allein belief sich das Plus auf 9,3 Prozent, wie Europas größter Autobauer am Dienstag mitteilte.

In den USA schlug der Konzern von Januar bis Mai 125.700 Jettas und Co. los, rund 36 Prozent mehr als vor Jahresfrist. In China erhöhte die Marke ihren Absatz um knapp 15 Prozent auf 819.300 Fahrzeuge.

In den westeuropäischen Märkten bleibe die Lage allerdings unverändert angespannt, erklärte VW-Vertriebschef Christian Klingler. So verkaufte Volkswagen Pkw von Januar bis Mai in Westeuropa (ohne Deutschland) fast sechs Prozent weniger Fahrzeuge. Besser lief es dagegen im Heimatmarkt Deutschland: Hier verkaufte die Marke 255.900 Autos, knapp 3 Prozent mehr.

Auch die VW-Tochter Audi berichtete am Vortag von einem weltweit steigenden Autoabsatz. Die Ingolstädter haben den Abstand zum unmittelbaren Wettbewerber BMW verkürzt und erhöhten jetzt ihre Absatzprognose für das Gesamtjahr.

Der Autoabsatz in China entwickelt sich für Volkswagen mittlerweile so günstig, dass der Konzern seine Produktionskapazität dort auf vier Millionen Fahrzeuge pro Jahr aufstocken will. Das kündigte der Vorstandschef Martin Winterkorn während einer Betriebsversammlung in Wolfsburg an. Bisher hatte Volkswagen von drei Millionen Fahrzeugen bis 2014 gesprochen. 2011 hatte VW in China 2,2 Millionen Autos produziert.

Beim jüngsten Umbau im Topmanagement wurde mit Jochem Heizmann ein Konzernvorstand allein für das Chinageschäft abgestellt. VW will bis 2018 größter Autobauer der Welt werden und mehr als zehn Millionen Fahrzeuge pro Jahr verkaufen.

rei/rtr/dapd
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