Dienstag, 22. Oktober 2019

Kooperation geplatzt RWE begräbt E-Autoträume mit BYD

Einst große Pläne: RWE hatte im Herbst 2010 seine Kooperation mit chinesischen E-Autohersteller BYD bekanntgegeben. Jetzt ist sie geplatzt

Zusammen mit dem chinesischen Autobauer BYD wollte RWE den Markt für Elektroautos in Europa erobern. Die Kooperation ist jetzt geplatzt. Daimler dagegen will es weiter mit den Chinesen versuchen.

Dortmund - Die Kooperation zwischen dem Energieversorger RWE und dem chinesischen Elektroautos-Hersteller BYD zur Einführung von E-Mobilen in Europa ist gescheitert. Wenige Monate nach der Unterzeichnung einer Absichtserklärung ist RWE aus dem Vorhaben ausgestiegen.

Ursprünglich wollten die beiden Unternehmen zusammen für Endkunden in mehreren europäischen Ländern Elektroautos und die dafür notwendige Infrastruktur anbieten. BYD Börsen-Chart zeigen sollte die Autos liefern, RWE Börsen-Chart zeigen die Schnellladesäulen und den notwendigen Strom.

Die Fahrzeuge hätten keine europäische Zulassung bekommen, sagte jetzt ein Sprecherin von RWE Effizienz in Dortmund und bestätigte Angaben der "Automobilwoche". RWE habe die Zusammenarbeit dann bereits Anfang 2012 nicht weiter verfolgt.

Daimler hält nach Angaben der "Automobilwoche" an der Kooperation mit BYD fest. Die Chinesen produzieren Batterien und E-Autos.

RWE verfolgt seine Ziele mit anderen Partnern weiter und baut die Ladeinfrastruktur aus. RWE Effizienz kooperiert mit der Allianz Renault/Nissan. E-Auto-Kunden können bei den Händlern RWE-Ladeboxen mitbestellen. Für Flottenkunden berät RWE als Partner der Händler, welche Ladelösungen möglich sind.

RWE betreibt in Europa derzeit 1700 Ladepunkte, mehr als 1200 davon in Deutschland.

rei/dpa-afx

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