Tarifeinigung VW-Beschäftigte bekommen 4,3 Prozent mehr

Der Tarifkonflikt bei Volkswagen ist beigelegt - für die 100.000 Beschäftigten gibt es 4,3 Prozent mehr Lohn. Zudem übernimmt der Konzern 3000 Leiharbeiter. Damit hat Betriebsratschef Bernd Osterloh sein zuletzt formuliertes Ziel punktgenau erreicht.
VW-Arbeiter in Wolfsburg: Es gibt 4,3 Prozent mehr Lohn, 3000 Leiharbeiter werden übernommen

VW-Arbeiter in Wolfsburg: Es gibt 4,3 Prozent mehr Lohn, 3000 Leiharbeiter werden übernommen

Foto: Jochen L¸bke/ picture-alliance/ dpa

Hannover - Die rund 100.000 Beschäftigten von Volkswagen in Westdeutschland erhalten eine Lohnerhöhung von 4,3 Prozent. Darauf verständigte sich der Konzern mit der IG Metall, wie die Gewerkschaft am Donnerstag mitteilte.

Die Laufzeit des neuen Lohntarifvertrages betrage 13 Monate. Der Abschluss entspricht damit der Vereinbarung, die die IG Metall mit den Arbeitgebern der Metall- und Elektroindustrie im Pilotbezirk Baden-Württemberg abgeschlossen hat. Die Laufzeit enthält jedoch keinen sogenannten Nullmonat, der das reale Plus in der Gesamtbranche auf etwa 4,0 Prozent senkt. Außerdem wurde die Übernahme von 3000 Leiharbeitern durch VW  bis Mitte 2013 vereinbart.

Für VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh ist der Abschluss eine Punktlandung. Die Arbeitnehmer hatten einen höheren Lohnaufschlag als in der Branche angestrebt. Osterloh hatte zuletzt deutlich gemacht, dass 4,3 Prozent mehr bei einer Laufzeit von zwölf Monaten aus seiner Sicht "optimal" wären.

Die IG Metall war ursprünglich mit einer Forderung von 6,5 Prozent mehr Entgelt in die Verhandlungen gegangen. 2011 gab es 3,2 Prozent mehr Geld und eine Einmalzahlung. In der vorvergangenen Woche hatten 30.000 VW-Beschäftigte aus Protest gegen den schleppenden Verhandlungsstart kurzzeitig die Arbeit niedergelegt.

nis/dpa/rtr
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