Autoindustrie Kölner Ford-Werke melden Kurzarbeit an

Die drastischen Absatzeinbrüche in Südeuropa treffen nun auch die Kölner Mitarbeiter von Ford: Der Autohersteller fährt wegen der Absatzkrise seine Produktion zurück und meldet Kurzarbeit an. Wie lange die Pausen ausfallen sollen, ist noch nicht klar.
Ford Focus: Die Krise in Südeuropa trifft den Kleinwagen-Absatz besonders hart

Ford Focus: Die Krise in Südeuropa trifft den Kleinwagen-Absatz besonders hart

Foto: Ford

Die Kölner Ford-Werke hätten bei der Bundesanstalt für Arbeit einen Antrag auf Kurzarbeit gestellt, bestätigte ein Sprecher am Dienstag. Die Fahrzeugproduktion solle bis Oktober an mehreren Tagen ruhen, an wievielen genau, stehe noch nicht fest. Klar sei bislang lediglich, dass die Bänder bis zum Beginn der Sommerferien Mitte Juli an acht Tagen stillstehen sollten, erläuterte der Sprecher von Ford . Davon seien insgesamt 4000 Beschäftigte betroffen.

Der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtete am Dienstag, wegen des schwachen Exports würden 2012 voraussichtlich nur noch 345.000 Kleinwagen vom Typ Fiesta in Köln-Niehl vom Band laufen, gut sechs Prozent weniger als 2011. Dazu wollte sich Ford nicht äußern. 80 Prozent der Produktion des Werks werden ins Ausland exportiert. In Südeuropa werden wegen der Sparprogramme der Regierungen kaum noch Neuwagen verkauft.

Von der Krise sind bis auf Marktführer VW alle Massenhersteller betroffen. Die GM-Tochter Opel verhandelt derzeit mit der Belegschaft über weitere Einsparungen, um das Europageschäft profitabel zu machen. Dabei geht es nach Angaben aus Arbeitnehmerkreisen auch um Werksschließungen.

wed/rtr
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.